Warum Kontinuität wichtig ist oder Foxpro Erfahrung not reloaded

Mit großen Aufwand haben wir gerade eine größere Applikation von Visual Foxpro nach Delphi konvertiert. Gezwungenermaßen nachdem Foxpro eingestellt worden ist und es nach meiner Meinung sinnvoll ist eher früher als später eine Umstellung vorzunehmen, wenn man weiß dass ein Entwicklungsprodukt nicht mehr weiterentwickelt wird und man unter Umständen nicht mehr in der Lage ist auf zukünftige Herausforderungen angemessen zu reagieren.

Wir haben uns für Delphi entschieden, weil

  • keine Runtime benötigt wird, einfache Distribution
  • eine Entwicklungslinie und Kontinuität seit 20 Jahren erkennbar ist
  • Flexible Erweiterungsmöglichkeiten durch Komponenten und Datenbanken gegeben ist
  • Die Sprache genügend Spielraum gibt alle eigenen Visionen durchzuführen
  • Praktisch nichts decompilierbar (Schutz geistigen Eigentums)
  • Schnelle Ausführungsgeschwindigkeit

Natürlich gibt es auch Ärgernisse

  • Preispolitik von Embarcadero, warum kostet Delphi in Euro mehr als in US Dollar? obwohl man durchaus das gleiche Produkt herunterladen kann
  • Verzögerungen bei der 64bit Auslieferung, auch wenn es da nun wohl endlich sichtbar voran geht.
  • Informationspolitik nicht immer klar

Im Verhältnis zu dem Risiko, dass

  • Technologien einfach eingestellt werden (VB6, Foxpro, …)
  • Technologieänderungen innerhalb einer Entwicklungsplattform Fragezeichen und Probleme (Kompatibilität) aufwerfen können

für mich akzeptable Ärgernisse.

Liest man nun wieder, dass auch hinter einem Produkt wie Silverlight Fragezeichen stehen, kann man eigentlich keine Entwicklungsplattformen wählen, von denen man nicht weiss, ob Sie noch morgen existieren.

Nun könnte ich breit meine Gedanken hierzu verbreiten, aber Marco Cantu hat dies schon getan und genau ausgedrückt, was ich darüber denke:

http://blog.marcocantu.com/blog/microsoft_silverlight.html

Angesicht dessen sind wir froh mit Delphi ein Entwicklungsprodukt zur Hand zu haben, welches kontinuierlich seit 25 Jahren entwickelt wird (zählt man Turbo Pascal als Vorläufer dazu) und bei dem man erkennen kann, dass der Hersteller sehr viel im Moment investiert (was die zugegebenermaßen kritischen Jahre der Borland Ära absolut vergessen lässt).

So schön täglich neue tolle Ideen auch sein mögen, was nützt dies, wenn diese inkompatibel sind oder morgen schon wieder eventuell eingestellt werden. Gradlinigkeit und erkennbare Visionen sind einfach notwendige Voraussetzung für einen Entwickler, um ein Tool einzusetzen oder eben nicht, schließlich geht es für einen Entwickler um erhebliche Investitionen, oder anders ausgedrückt um sein tägliches Brot.

Und dies ist für uns bei Delphi eher gegeben wie bei den meisten anderen Tools. Gerade, wenn man selbst seine Erfahrungen bereits gemacht hat, prüft man eben besonders genau.

Natürlich nur meine Meinung!

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