Der Saturn tobt – Cassini noch bis mindestens 2017 im Orbit von Saturn liefert neue Megasturm – Daten

Nein, gemeint ist nicht der Elektromarkt, sondern der Planet Saturn. Die Cassini Sonde hat hier beeindruckende Bilder eines gigantischen Sturms auf dem Saturn geliefert. Dieser Sturm breitet sich seit Dezember 2010 aus und bedeckt dabei in etwa eine 8fach so große Fläche, wie der Umfang der Erde.

Extrem hohe Blitzrate

Der Sturm ist dabei etwa 500 mal größer als der größte Sturm, der zuvor von Cassini im Zeitraum vom 2009 bis 2010 auffgezeichnet worden ist.  Die Blitzrate lag dabei 10x so hoch wie bei allen anderen Stürmen seit Cassini 2004 Saturn erreichte. Pro Sekunde wurden mehr als 10 Blitze gemessen und zwar so dicht aufeinander folgend, dass die Messgeräte.

Probleme während der intensivsten Phase hatten die einzelnen Signale voneinander zu trennen.  Die Blitzhelligkeit soll dabei 10.000-mal intensiver sein, wie das, was wir auf der Erde erleben können. Forscher, um den Planetenforscher Georg Fischer haben dabei berechnet, dass die freigesetzte Energie ausreichen würde, um die Erde – auf Basis des gegenwärtigen Bedarfs – etwa 2000 Jahre mit Energie versorgen zu können.

Der Saturn, ruhig oder explosiv

Im Unterschied zur Erde, bei der Stürme ja recht häufig auftreten, sind Stürme eher die Ausnahme und wechseln mit längeren Ruhephasen. Dafür sind die Ausbrüche dann aber auch gewaltig. Auslöser des Sturms ist vermutlich ein Wechsel der Jahreszeiten auf dem Saturn sowie Sonneneinstrahlung.

Cassini-Huygens ist der Name einer Mission zweier Raumsonden zur Erforschung des Planeten Saturn und seiner Monde, beide begaben sich 1997 auf die Reise und erreichten 2004 Saturn. Im Januar 2005 landete die Sonde Huygens auf dem Saturn Mond Titan und lieferte 72 min Daten, die zu einem besseren Verständnis von Titan führten.
Cassini selbst umkreist weiterhin Saturn und liefert zu diesem und seinen Monden voraussichtlich noch bis 2017 Daten.

Die Cassini-Huygens Mission wurde auch dadurch bekannt, weil sich an Bord Plutonium-238 in den Batterien befindet und befürchtet wurde, dass im Falle eines Fehlstarts es zu großflächigen Verseuchungen kommen könnte. Den Start konnte eine Protestbewegung aber nicht verhindern.

Mehr Infos und tolle Bilder findet man auf der NASA – Seite

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