Abmahnungen nach Nutzung von Filesharing Diensten, was tun?

Viele nutzen die diversen Filesharing Dienste, um ihre Dateien mit Freunden oder auch Besuchern einer Webseite, gemeinsamen Bekannten aus Newsgroups oder Foren zu teilen, oder auch um Dateien verschiedenster Art wie Bilder, Software, eBooks und MP3 Dateien herunterzuladen. Verletzt man dabei ein Urheberrecht, droht unter Umständen eine Abmahnung, hier sollte man unbedingt den Rat von einem Rechtsanwalt einholen.

Das Angebot auf Filesharing Diensten ist auch verlockend und meist denkt man sich auch nichts Böses, man ist halt so begeistert von einem Song, einem Film, Foto oder auch eBook, dass man dies einfach seinen Freunden mitteilen möchte. Oder man bekommt selber so einen Link zugesandt und lädt diesen aus Neugier herunter. Nicht zuletzt stöbert man vielleicht auch einfach mal auf Filesharing Seiten, weil man irgendwo einen Link findet, und kann der Versuchung nicht widerstehen, tolle Sachen einfach mal kostenlos herunterzuladen. In manchen Fällen werden die Nutzer sich möglicherweise bewusst sein, dass sie hier Material illegal herunterladen, es gibt aber auch sicher Fälle, in denen dies den Betroffenen nicht klar ist.

Bei Abmahnung Rat bei einem Rechtsanwalt holen

Leider gibt es dann viele Anwälte, welche sich auf Abmahnungen konzentriert haben, ist dies doch ein lohnendes Geschäft und eine schnelle, sehr gute Einnahmequelle. Meist geht es immer um eine (angebliche) Verletzung von Urheberrechten, die Briefe und Abmahnungen dazu beinhalten oft einen strengen Ton und entsprechend sitzt der Schock bei den Betroffenen. In allen Fällen sollte man immer sofort rechtlichen Beistand durch einen auf IT-Recht spezialisierten Rechtsanwalt einholen, den gerade die oft angebotenen Vergleichsangebote und seit Neuestem sogenannte Schnellzahler Rabatte, mit denen der Betroffene die Möglichkeit haben soll, den Schaden zu begrenzen, beinhalten oft zusätzliche Risiken in Form von Unterlassungserklärungen und Schuldanerkenntnissen, die unterzeichnet werden sollen, die dann aber in der Zukunft teure Folgen haben können, wenn zum Beispiel ein erneuter Verstoß vorkommt.

Keineswegs sollte man Abmahnschreiben ignorieren, was die Folgen und Kosten deutlich erhöhen kann, vielmehr sollte man unverzüglich Rat von einem Rechtsanwalt einholen, welcher sich auf die komplexe Materie Abmahnungen konzentriert hat, um den Schaden entweder ganz abzuwenden oder doch wenigstens zu begrenzen und vor allem um keine leichtfertigen Unterschriften zu leisten, die in der Zukunft vielleicht weitere Folgen haben können. Zudem ermöglicht eine rasche Handlung des Betroffenen, dass oftmals eine außergerichtliche Einigung möglich wird, kommt es erst mal zu einer Klage und zu Gerichtsverfahren drohen zusätzliche hohe Kosten. Schnelles Handeln und Hilfe durch einen Rechtsanwalt ist also immer sinnvoll.

Da Abmahn – Anwälte und Kanzleien ihre Abmahnungen gerne auch zu Zeitpunkten versenden, wie etwa kurz vor Feiertagen, die den Betroffenen wenig zeitlichen Spielraum lassen, um diese so schnell zu einer Annahme zu bewegen sowie zur Unterzeichnung von Unterlassungserklärungen und Schuldanerkenntnissen, ist es gut zu wissen, dass selbst bei ungünstigen Terminen viele Rechtsanwälte und Rechtskanzleien mittlerweile einen 24-Stunden-Service an jeden Tag bieten, sodass selbst zu diesen ungünstigen Terminen man Rat und Hilfe bei Abmahnungen suchen kann.

Sollte man Filesharing Dienste dann nicht besser vermeiden?

Im Grunde ja, denn das Risiko etwas herunterzuladen, von dem man nicht unbedingt weiß, ob es in Ordnung ist, ist doch sehr groß. Sicher prüfen seriöse Filesharing Anbieter immer in gewissem Maße, was auf ihren Diensten hochgeladen wird, bei der puren Masse an Dateien dürfte es aber sehr schwer sein, eine vollständige Kontrolle zu haben. Aber natürlich gibt es Ausnahmen, vor allem immer dann, wenn man sehr sicher ist, von wem eine Datei stammt, etwa, wenn ein Shareware Autor oder der Autor eines eBooks seine Dateien dort einfach nur hostet. Dennoch sollte man sehr vorsichtig mit Filesharing Diensten, bzw. dort angebotenen Material, umgehen.

Alternativen zu Filesharing nutzen

Wer etwa auf der Suche nach kostenlosen eBooks ist, der wird auch bei großen eBook Shops oft fündig, ebenso findet man viele kostenlose eBooks auch direkt bei Autoren, man muss sich nur etwas Zeit nehmen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Musikmaterial, viele Bands bieten ihre Musikwerke zumindest teilweise über ihre Webseiten auch kostenlos an, zudem gibt es mittlerweile sehr viele kostenpflichtige Musikportale, über die man Musik zu überschaubaren Preisen beziehen kann. Handelt es sich um Software, so sollte man diese möglichst von der Seite des Herstellers beziehen, und ist eine Software zu teuer, so sollte man nicht versuchen diese illegal zu bekommen, sondern lieber zu kostenlosen oder günstigeren Alternativen greifen, die es meist reichlich gibt und oft nicht mal schlechter sind. Zudem sollte man – so verlockend es auch sein kann – nicht wegen weniger Euros, die man glaubt einzusparen, ein unnötiges Risiko eingehen, was dann sehr teuer werden kann.

Aber egal, woher man eine Datei auch bezieht, es sollte in jedem Einzelfall geprüft werden, wie es um das Urheberrecht der Datei bestellt ist, und auch welche Nutzungsrechte man hat, im Zweifel es lieber lassen. Bei Bildern gilt es besonders vorsichtig zu sein, diese sollte man nie mal ebenso herunterladen, sondern statt dessen lieber zu Kauf-CDs oder zu Bilderportalen greifen, bei denen man für wenige Euros Bilder legal und mit Lizenz erwerben kann. Man sollte aber auch dann auf die Lizenzbestimmungen achten, vor allem hinsichtlich des erlaubten Einsatzzweckes.

Was, wenn es dann doch passiert und eine Abmahnung kommt?

Passiert es doch, dass man eine Abmahnung bekommt, egal, ob man wissentlich oder unwissentlich die falsche Datei heruntergeladen hat und damit möglicherweise ein Urheberrecht verletzt hat und natürlich auch in allen Fällen, wo man völlig ungerechtfertigt eine Abmahnung erhalten hat, sollte man sich unverzüglich mit einem Rechtsanwalt, der auf IT-Recht spezialisiert ist, in Verbindung setzen, um den Schaden möglichst klein zu halten und vor allem auch, um nicht die falsche Unterschrift aus lauter Panik zu leisten. Trotz des Schocks gibt es genügend sachkundige Rechtsanwälte, die weiterhelfen können, um den Schaden im Ernstfall zu begrenzen.

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