Tablets: einer soll es sein, aber welcher?

Tablet PC NewsTablet PCs überschwemmen den Markt, erobern den Markt und wir alle wollen einen haben. Ist doch so, oder? Ok, vielleicht gibt es mal den einen oder anderen, der ohne kann. Aber die meisten wollen… nur welchen, es gibt doch so viele? Woran erkennt man ein gutes Tablet, und was sollte er können?

Einfache Fragen oder halt doch nicht!? Nun biete ich keine Lebensberatung, aber diese Fragen stelle ich mir natürlich auch, und da ich zudem sehr intensiv mich mit diesem Thema seit Längerem beschäftige, eigene Modelle habe, Testgeräte hatte, im Geschäft ausprobiert habe, viel gelesen habe, kann ich doch zumindest einige Antworten geben, was sinnvoll ist und was nicht.

Die einfachste Antwort wäre natürlich: zahlst Du viel, kriegst Du viel. Ja, wenn es denn so einfach wäre, denn viel zahlen bedeutet nicht, dass man hier wirklich so viel bekommt, wie man zahlt. Klar, die Richtung stimmt, wenn man etwas mehr in die Hand nimmt, dann bekommt man auch mehr. Aber wie viel mehr?

Minimum, was ein Tablet PC bieten sollte, damit der Kauf nicht mit Frust endet

Diese Frage habe ich für mich mit dem Odys Noon beantwortet, nachdem mein Xelio dann doch nicht mehr gereicht hat. Warum den Odys Noon? Nun, zum einen, weil er halt das beinhaltet, was dem Xelio gefehlt hat: mehr Speicher, mehr Power – also Dual-Core Prozessor mit 1.5 GHz und 1 GByte RAM plus halt auch mehr Speicher für Daten und Programme (16 GByte statt 4). Und das reicht dann auch: alles, absolut alles, vor allem aber das Surfen geht viel flotter, endlich flüssig. Der Xelio ist nicht schlecht, aber ab und an war und ist er überfordert, dann heißt es halt warten und geduldig sein. Das passiert mit dem Noon nicht mehr. Könnte auch sein, dass es Anwendungen gibt, die ihn ausreizen, aber begegnet sind sie mir nicht.

Ein zweiter Faktor ist: mehr Display-Fläche: gut, da kommt es darauf an, was man vorhat. Mit einem 9.7“ Tablet hat man halt mehr Fläche und auch kleine Buttons trifft man, wo man bei 7“ schon mal gut zielen muss (und ich habe noch nicht mal dicke Finger) und vor allem man sieht halt mehr, man kann einfach mehr mit dem Tablet anfangen… Nachteil: ist halt auch schwerer, aber das ist mir egal, weil ich will was sehen. Als eBook Reader taugt so was nicht wirklich (schon gar nicht im Bett), aber als eBook Reader habe ich einen echten eBook Reader und für Kindle eBooks tut es der Xelio, das kann er ohne Probleme.

Daher mein Fazit, was ein Tablet können sollte und wohin die Reise geht

Vielleicht wenigstens 8“, vielleicht auch 10“ – hängt davon ab, aber 7“ finde ich zu klein – kann man aber darüber reden. Der Formfaktor entscheidet nicht über die Qualität des Tablets, nein, er entscheidet nur über Komfort und was man machen möchte.

Absolut wichtig aber: wenigstens 1 GByte RAM. Wie auch beim PC ist der Speicherausbau extrem wichtig: man betreibe mal Windows 7 mit 1 GByte RAM, das wird ja nichts. Und genauso ist es bei Tablets. 1 GByte ist hier ein Muss (die sind halt bescheidener als Windows PCs), zumindest, wenn man etwas mehr mit anfangen möchte.

Dual-Core Prozessor sollte es auch sein, 1.5 GHz, von mir aus auch 1.2 GHz, aber Dual Core als Minimum. Der Kleine muss doch einen Motor haben.

Display? IPS, Retina… m.E. überbewerteter Pipifax, der Odys Noon hat ein IPS-Panel mit 1024×768 und das reicht mir… so was war früher Standard bei PCs, da fanden es auch alle toll. Vor 2 Jahren hatte das ein IPAD 2, da war es sogar super-kulti, warum soll das jetzt schlecht sein? Nein, das reicht mir und das ist absolut i.O. – manche Leute denken, dass bei manchen Displays irgendwas pixelig wäre, doch nur, weil sie irgendwelche Phone-Apps aufzoomen und das ist halt nicht anders wie bei Foto-Dateien mit schlechter Auflösung, die werden auch pixelig, wenn man die zoomt.

Lange Zeit war es ja schwierig, einen Tablet PC für einen vernünftigen Preis zu bekommen, der diese Kriterien erfüllt hätte, heute geht das im Preisbereich von ca. 149 bis 249.

Einige Vorschläge für empfehlenswerte Tablets:

8“ Tablets

1. (Nicht mehr verfügbar) 8“ Tablet VCM Tablet PC Aquila mit 1.5 Ghz Dual-Core für 149.- gibt es im LIDL Online Shop. Nicht schlecht das Angebot, dürfte einer der günstigsten für diesen Preis sein (kostet normalerweise 30 Euro mehr). Muss man sich aber beeilen, denn die Angebote wechseln dort häufig. Hat ein Glasdisplay, 1.5 Ghz Dual-Core, 1 GByte RAM, 8 Gbyte Flash – Speicher. Ist doch ok… hat zwei Kameras (2 MP und 0.3 MP). Wiegt 420 Gramm

2. CAT Tablet PC 4

Die sind ja nicht schlecht, die Cats 😉

1.2 GHz Dual-Core, 8 GByte Flash-Speicher, 1 GByte RAM, sehr gut vearbeitet… 179 Euro, bisschen teurer als der VCM, aber der ist halt im Angebot, muss ja nicht so bleiben 🙂 Von daher: ähnlicher Preis. Wiegt 425 Gramm und hat 2 Kameras (1.3 Megapixel und 2 Megapixel), hat sogar Bluetooth. Empfehlenswert.

10“ Tablets

Odys Noon und Odys Tablo

Ja, natürlich den Odys Noon, habe ich doch schon so viel gelobt. Wer denn nicht kauft… dann weiß ich auch nicht mehr 🙂 1.6 GHz Dual-Core, 16 GByte Flash, 1 GByte RAM, Bluetooth, 2 Kameras… was soll ich da noch sagen. Für 229 Euro nicht der beste Tablet PC auf dem Markt, aber bestimmt der beste pro Euro.

Wer gerne 3G inklusive haben will, der legt halt noch 20 drauf und holt sich den Odys Tablo. Der wird dem Noon sicher in nichts nachstehen, ich brauche halt kein 3G.

CAT Galactica

Andere können auch schicke Tablets bauen, auch der Cat Galactica kommt infrage:

Der hat es auch in sich: Vorteil des CAT Galactica, im Unterschied zu vielen anderen hält der Akku länger durch, bis zu 10 Stunden. Der Noon bringt es auf 6-7 Stunden. Zudem ist der CAT Galactica sehr hochwertig verarbeitet. Bietet ansonsten: 16 GByte Flash-Speicher, 1 GByte RAM , 1.5 Ghz Dual-Core plus Quad Core Grafikeinheit, hat zwei Kameras (1.3 Megapixel und 2 Megapixel) und auch Bluetooth. Schwierige Entscheidung: Dieser oder Odys Noon oder Tablo?

Leicht ist es nicht: aber diese Tablets halte ich persönlich für eine sehr gute Auswahl, wenn es nicht zu teuer sein soll, aber halt was Vernünftiges. Anders gedrückt: viel für das Geld und letztlich einen Kauf, an dem man auch länger Freude hat. Zwischen 150 und 279 Euro muss man hinlegen, aber dann fährt man Ende besser wie mit einem zu günstigen Tablet, der dauernd schlapp macht, zumal hier dann auch der Akku oft nur 3-4 Stunden durchhält. Unsere Modelle oben schaffen, je nach Modell, 6-10 Stunden und bieten zudem genügend Rechenpower.

Natürlich gibt es noch bessere Tablets mit Quad-Core, höherer Auflösung, einigen Extras – aber die kosten dann halt auch mehr. Aber obige Tablets sind Tablet PCs, die genügend Leistung bieten, um bereits sehr viel Freude zu machen und bei denen Preis und Leistung optimal sind.

Das sind meine Erfahrungen, ich habe ihnen nun Vorschläge gemacht und ich bin überzeugt, dass diese Vorschläge zu keinen Frust führen. Jetzt haben Sie die Wahl, aber ihr Feedback und Kommentar ist gerne willkommen und kann dann auch in zukünftige Empfehlungen mit einfließen.

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2 Responses to Tablets: einer soll es sein, aber welcher?

  1. Paul says:

    Interessanter Artikel mit Infos auch zu Geräten, über die sonst teilweise nur berichte vom Anbieter (Lidl & Co) existieren. beim Fazit bin ich eher skeptisch. Alles was jetzt (4 Wochen vor Weihnachten) unter 199 EUR wird in 8 Wochen verramscht.

    Da fällt mir auf, dass der Beitrag kein sichtbares Datum hat, sollte in einem Technik Blog doch schon mal sein.

  2. mb says:

    Hallo Paul,

    im Artikel selbst ist kein Datum, von der Startseite aber schon, aber haste Recht, könnte man berücksichtigen.
    Ich denke nicht, dass einige der Tablet PCs unbedingt nach Weihnachten billiger werden, allgemein werden Tablet PCs halt billiger mit der zunehmenden Verbreitung bzw. wie jede Technik veralten sie halt auch schnell und was neues kommt. Deswegen ja auch die Mindestanforderung, damit man wenigsten für ca. 2 Jahre damit klar kommt, und deswegen würde ich auch nicht zu viel ausgeben, aber auch mehr als 100 Euro. Tablets wie der Odys Noon stellen daher für mich einen guten Kompromiss dar. Ich denke aber nicht, dass er nach Weihnachten wesentlich billiger wird, Angebote könnte es aber natürlich immer geben