Technische Dokumentationen – Sicherheit für Käufer und Hersteller

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Technische Dokumentationen umfassen alle Dokumente zu einem technischen Produkt. Diese reichen von den technischen Prozessen, über die Entwicklung und Verwendung bis hin zur Entsorgung von technischen Erzeugnissen. Der Nutzer kann sich also genau über das Produkt informieren. Zu der Technischen Dokumentation gehören also alle Informationen, die zum Nachweis der Sorgfalt des Herstellers dienen. Das bedeutet, dass er diese im Streitfall heranziehen kann, um zu bestätigen, dass sein Produkt den Anforderungen der Maschinenrichtlinien entspricht. Ohne solche Unterlagen darf das Produkt nicht zum Kauf angeboten werden. Zu diesen Dokumenten gehören unter anderem technische Zeitungen, Prüfberichte, die Montageerklärung oder Dokumente zur Risikobeurteilung. Beispiele für Technische Dokumentationen sind Gebrauchsanweisungen, Service- und Reparaturbücher, Handbücher und Online-Hilfen.

Relevanz für den Hersteller

Wie bereits angedeutet, nutzt eine Technische Dokumentation dem Hersteller insofern, dass sie ihm Sicherheit garantiert und diesen absichert, sobald ein Produkt in Umlauf gebracht wird. Die Relevanz einer Dokumentation dieser Art verdeutlicht der Untergang der Ostsee-Fähre Estonia, der etwa 850 Passagiere das Leben kostete. Diese ist im Jahr 1994 gesunken. Vorgeworfen wurde der Meyer Werft in Papenburg, welche der Hersteller der Fähre ist, dass das Schiff aufgrund einer fehlerhaften Konstruktion gesunken sei. Diese Behauptungen konnte das Unternehmen mittels der Technischen Dokumentation widerlegen.

Eine kontrollierte Sprache

An die Technische Dokumentation sind bezüglich auf die Eindeutigkeit und Verständlichkeit besondere Anforderungen gestellt, welche sie zu einer besonderen Textform machen. Schon bei dem Erstellen der Texte für die Dokumentation sollte die Übersetzbarkeit eine große Rolle spielen. Aufgrund der Tatsache, dass das Produkt eventuell international vermarktet werden soll, ist dieser Aspekt besonders wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden. Die verwendete Sprache wird auch als „kontrollierte Sprache“ bezeichnet, da es Regeln und Einschränkungen in Bereichen wie Grammatik oder Syntax gibt. Die Technische Dokumentation soll somit besonders funktionell sein, damit die Informationen überall gleich schnell erfasst werden können. Des Weiteren muss sie in einer EU-Amtssprache verfasst sein. Bei Bedienungsanleitung ist es allerdings erforderlich, diese sowohl in einer EU-Amtssprache, als auch in der Sprache des jeweiligen Landes, in dem das Produkt vertrieben wird, zu verfassen. Ist eine Technische Dokumentation unvollständig oder enthält Fehler, muss der Hersteller für diese haften. Zudem kann diese zu jeder Zeit von den Marktüberwachungsbehörden zur Einsicht eingefordert werden. Bei einer Verweigerung von Seiten des Herstellers kann der Verkauf des Produkts ohne Weiteres gestoppt werden. Eine Technische Dokumentation ist somit für den Hersteller und den Kunden essenziell. Dem Hersteller bietet sie Sicherheit und dem Kunden Informationen. Experten für die Erstellung von Technischen Dokumentationen finden Sie unter anderem bei http://www.gds.eu/.

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