Amazon Echo Testbericht

Amazon EchoDer Amazon Echo Testbericht oder eigentlich eher erster Erfahrungsbericht, soll kein abschließendes Urteil oder gar eine Testnote vergeben, sondern nur meine ersten Eindrücke wiedergeben. Bei meinem Amazon Echo handelt es sich dabei um kein Testgerät, sondern um einen ganz normal privat erworbenen Echo, bei dem ich das Glück hatte, dass die Einladung schnell kam, denn die Nachfrage ist wohl so groß, dass es zu Wartezeiten kommt.

Der „intelligente“ Lautsprecher mit Namen Echo und seiner virtuellen Assistentin Alexa und der dahinterstehenden KI steht für einen der großen Trends der Zukunft, der uns sicher sehr intensiv begleiten wird und vermutlich unser Leben, genauso wie das Smartphone, verändern wird.

Echo schnell eingerichtet

Amazons Echo kommt wie die meisten Amazon eigenen Produkte in einer schönen Verpackung, die neben dem Lautsprecher ein Netzteil beinhaltet sowie eine sehr kurze Anleitung und ein Blättchen mit einigen ersten Sprachbefehlen. Die Installation benötigt dabei nur wenige Minuten, Netzteil anschließen, einen Moment warten, denn man dafür nutzt die Alexa App herunterzuladen, die auf jedem Android (ab 4.4) /iOS (ab 8.0) / FireOS (ab 2.0) Gerät läuft. Beim ersten Aufruf der App beginnt man mit der Einrichtung, die auch nur aus 2 Schritten besteht:

  1. Echo mit dem WLAN verbinden
  2. Echo mit seinem Amazon Konto verbinden, wobei hier zusätzlich auch eine Sicherheitsangabe noch erfolgt.

Einfach und schnell erledigt.

Hier kommt Alexa – der erste Kontakt

Man merkt sehr schnell, und dies beeindruckt sofort, dass Alexa sehr natürlich mit einer guten klaren Ausdrucksweise klingt. Wo Cortana z. B. doch noch oft sehr künstlich klingt, klingt Alexa zumindest sprachlich fast wie ein Mensch (mitunter sogar besser :))

Alexa hat eingebaute Fähigkeiten / Skills, die man durch zusätzliche Skills ergänzen kann. Die eingebauten Fähigkeiten muss man dabei, mangels Komplettbeschreibung ihrer Fähigkeiten, ein Stück weit selbst entdecken. Die gelingt am Besten, wenn man mit ihr spricht und ausprobiert. Zu den Möglichkeiten zählen z. B.

  • eine Todo-Liste anlegen
  • einen Einkaufszettel
  • Kalendereinträge, wohl im Moment nur mit Google Kalender Verknüpfung
  • Abspielen von Musik, vor allem natürlich Prime Music, aber auch von TuneIn und anderes
  • die Wiedergabe von Audible Hörbüchern
  • das Stellen von Timern / Wecker

aber Alexa kann mehr, so kann sie Berechnungen ausführen oder auch über die Anweisung Alexa Wikipedia [Thema] die ersten Zeilen eines Wikipedia Eintrags vorlesen. Sie kann auch Fragen beantworten, etwa zu Persönlichkeiten, Einwohnerzahlen, wer Bundespräsident ist und einiges mehr, man hat also eine kleine sprechende Enzyklopädie im Haus. Dabei überrascht Alexa teils mit überraschenden Möglichkeiten, mitunter aber versagt sie auch noch, z. B. kennt sie die Einwohnerzahl von Frankfurt, aber nicht von so manch anderer Stadt. Fehlendes Wissen wird aber so charmant verkündet, dass man Alexa sicher nicht böse sein wird 🙂

Hervorragende Spracherkennung und Sprachausgabe

Das Sprechen mit Alexa fällt dabei relativ leicht, da die Spracherkennung erkennbar sehr gut ist. Spielt man gerade Musik ab, so stellt Alexa diese bei Ansprache etwas leiser, dennoch kommt es – gerade bei sehr lauter Umgebung – auch schon mal zu Verständigungsproblemen und natürlich ist Alexa nicht perfekt, aber doch überraschend gut.

Man muss ausprobieren, so kann man z. B. beim Abspielen eines Zufallslieds fragen „Wie heißt dieses Lied“ oder bei einem gestellten Timer „Timer wie lange“. Es ist dabei überraschend wie flexibel Alexa reagiert, so versteht sie Skip genauso wie Nächstes, man kann durchaus bei der Spracheingabe auch variieren, was den natürlichen Eindruck weiter verstärkt oder anders ausgedrückt, es macht Spaß mit Alexa zu reden, egal ob man mal schnell die Uhrzeit wissen will, wann die Sonne untergeht oder Infos zu einer Person braucht.

Die teils überraschend guten Fähigkeiten lassen sich erweitern durch externe Skills, etwa durch das Örtliche, oder für Rezepte mit Chefkoch und einiges mehr. Bei den Skills für das deutsche Amazon Echo sieht es anders wie in den USA, bisher noch mager aus, aber das Angebot wird ohne Zweifel sehr schnell wachsen, da es ja entsprechende Developer Kits gibt. Interessant wird es natürlich dann auch im Zusammenhang mit Haussteuerungstechnik etc. Einige vorhanden bereits, andere werden folgen.

Alles perfekt mit Alexa? Natürlich nicht, denn nicht immer klappt alles und nicht zu allem gibt es eine Antwort. Ausgesprochen schwierig ist z. B. die Nutzung von Das Örtliche, wo man dann doch etwas verzweifelt. Auch gibt es Funktionen, die man sich wünschen würde, etwa einem Timer einen Namen zu geben oder die Möglichkeit die Einkaufsliste auch ausdrucken zu können statt nur an die App zusenden oder abzufragen.

Aber man darf nicht vergessen: die ganze Technik wächst ja und von daher ist man tatsächlich Teil einer Entwicklung, die aber eben auch jetzt schon einiges kann.

Die Alexa App zur Feinsteuerung und Kontrolle

Die Alexa App erlaubt einem die Feinsteuerung, so kann man sich z. B. die Nachrichtenquellen auswählen, die man für seine Newsabfrage nutzen möchte. Leider kann man (oder ich habe es noch nicht herausgefunden) nicht festlegen nur eine bestimmte Quelle vorzulesen oder auszugeben, stattdessen muss man umständlich per Sprachbefehl schrittweise sich durch diese arbeiten – hier gibt es Verbesserungsbedarf.

Die App erlaubt aber auch die Einsicht über die letzten Sprachbefehle und Aktivitäten, die man hinsichtlich Qualität auch bewerten kann, ebenso kann man sein Feedback geben, man kann Skills hinzufügen, seine Einkaufsliste und Todo-Liste auch optisch einsehen und einiges mehr.

Man kann mit Echo auch bei Amazon bestellen (nicht überraschend, oder?), dies lässt sich aber in der App entweder komplett deaktivieren oder man setzt einen Pin-Code fest, der vor der Bestellung per Sprache eingegeben werden muss. Zumindest Letzteres empfiehlt sich auch, damit nicht aus Versehen eine Bestellung erfolgt. Ich habe es deaktiviert, da ich doch lieber per Notebook bestelle.

Die Klangqualität des Lautsprechers empfinde ich als relativ gut, auch wenn es natürlich kein High End Lautsprecher ist. Er ist auch relativ laut, wenn man möchte, ab einem gewissen Punkt soll er etwas blechern klingen, aber die Lautstärke werden die wenigsten nutzen können und wollen. Auch die Lautstärke lässt sich natürlich per Sprache steuern (lauter / leiser).

Datenschutz bei Alexa / Echo

Datenschutz und Privatsphäre ist natürlich ein großes Thema. Grundsätzlich lassen sich die Mikrofone am Echo natürlich ausschalten. Eingschaltet sollen nur Spracheingaben nach dem Stichwort Alexa an die Cloud gesendet werden, denn nur dort, wo die „Intelligenz“ sitzt, ist eine Auswertung möglich. Würde Echo anderes an die Cloud senden, so würde dies recht schnell von irgendjemand bemerkt werden, weswegen ich den Amazon Angabe an dieser Stelle auch glaube. Bei diesem Punkt könnte man nicht dauerhaft lügen, denn das wäre das Ende des Geräts. Von daher empfinde ich vieles zu dem Thema, was man so liest, etwas übertrieben, besonders wenn dies Menschen schreiben, die mit Sicherheit oft gerade ein modernes aktiviertes Smartphone mit Sprachassistent in der Hosentasche haben…

Man kann seine Spracheingaben in der App auch löschen, wenn man möchte. Macht halt insofern keinen Sinn, als dass eine KI wie Alexa ein lernendes System ist und wie bei Menschen braucht alles, was lernt, auch Input.

Mein erster Eindruck: nicht perfekt, aber überraschend gut

Mein erster Eindruck: Alexa ist noch nicht perfekt, hätte ich auch nicht erwartet, aber Echo kann bereits sehr viel und da wird sicherlich noch mehr gehen in Zukunft. Die Qualität der Spracherkennung und Sprachausgabe ist verblüffend gut, vielleicht das Beste auf dem Markt. Unterhaltungen in gewissem Sinne sind mit Alexa durchaus möglich und sie bietet auch dank Info-Abfragen durchaus nicht nur Unterhaltung, sondern auch einen Nutzen. Vor allem aber macht es Spaß und mit Musiksteuerung oder Hörbüchern bietet es auch viel Unterhaltung auf sehr komfortable Weise.

Wie man auch an den sehr guten Bewertungen in den USA sieht, nicht nur meine Sicht. Alexa hat schon jetzt einen festen Platz in unserem Haushalt gefunden, schon alleine wegen der bequemen Nutzung von Prime Music (und anderem), aber auch weil sie durchaus praktisch Hilfestellung bietet, ob bei der Suche nach einem Pasta Rezept, einer Berechnung oder weil man wissen möchte, wie viel Uhr es ist.

Man kann dann gespannt sein, wie sich die Entwicklung weitergestaltet und wohin der Weg der KI führt. Definitiv machen Echo und Alexa Spaß und Alexa beantwortet die Frage „Bist Du intelligent“ übrigens mit „Ich denke, also bin ich“ 🙂

Mehr Informationen zum Amazon Echo findet man hier, auf der Seite kann man auch eine Einladung anfordernMehr Informationen zum Amazon Echo findet man hier

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