Vernetzung und digitaler Wandel im Auto

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Moderne Technik im Auto mit ihren vielfältigen Möglichkeiten bietet eine Fülle von neuen Möglichkeiten, die weit über Navi – Funktionen und Soundsystemen hinausgehen. Wie in allen Bereichen tritt dabei auch beim Auto eine umfassende Digitalisierung ein und auch hier dies in einem immer schnelleren Tempo. Wer eine KFZ-Plattform wie mobile.de auf der Suche nach Fahrzeugen durchforstet, kann dies auch an der jeweiligen Ausstattung der einzelnen Fahrzeuge ablesen, natürlich auch preisabhängig, aber eben auch durch das Alter des Fahrzeugs bestimmt: umso neuer, umso mehr Computertechnik.

Der Fuchsschwanz war gestern

Wer etwas älter ist, kann sich vielleicht noch an die 80-iger Jahre erinnern, an tiefergelegte Mantas (der mit dem Fuchsschwanz) oder an ebenso angepasste VW-Golf Modelle, beides die Lieblinge einer Generation, die diese meist mit Hi-Fi-Systemen aufgebohrt haben. Erste Revolutionen im KFZ-Bereich waren sicherlich der Einzug eines CD-Spielers, im fahrtechnischen Bereich der Einzug von ABS Systemen, dazu Autotelefonie und erste Bordcomputer wie auch Navi-Systeme für den Komfort…

Digitale Technik ist heute

Heute sind viele Autos quasi vollgestopft mit digitaler Technik, was Fluch und Segen ist. Fluch, weil mehr Technik auch immer bedeutet, dass mehr kaputtgehen kann und entsprechende Reparaturkosten verursacht, zudem den Fahrer ablenken kann und Segen, weil je nach Technik natürlich auch Komfort, mitunter auch mehr Sicherheit, gewonnen werden kann, wie etwa bei Einpark- oder Fahrassistenzsystemen. Die modernen Assistenten können einerseits nerven durch ständige Hinweise, andererseits aber auch entlasten, denn nicht jeder hat das gleiche Talent zum Einparken in engen Straßenschluchten und nicht zuletzt können Fahrassistenzsysteme auch Leben retten.

Digitale Vernetzung im Auto

Neben diesen Sicherheitssystemen erreicht aber zusätzlich die digitale Vernetzung das Auto. Dies startet mit Bluetooth, welches die Verbindung zwischen Smartphone und Autosoundsystem herstellt und geht weiter über Systeme, welche ganze Autos miteinander vernetzen, was große Vorteile gerade bei der Vermeidung von Staus haben kann, ebenso kann das eigene Fahrzeug besser auf Gefahrensituationen automatisch reagieren, die ein Fahrer eventuell nicht oder nicht so schnell wahrnimmt.

Gefahren haben die klugen Helfer aber natürlich auch, besonders wenn die Bedienung schwerfällt, wenn zu viele Informationen, blinkende Lichter und Schalter verwirren und nicht zuletzt stellen sich wie im eigenen Heimbereich auch Fragen hinsichtlich des Datenschutzes, denn sobald Vernetzung auftaucht, bedeutet dies auch, dass Informationen ausgetauscht werden. Informationen, die ein nicht-digitalisiertes Auto bei ausgeschalteten Smartphone und ohne Navigationssystem naturgemäß nicht von sich gibt.
Auto-Telefonie, Surround-Soundsysteme, Digitales Radio, Head-up-Displays, TV-Tuner, Media-Sets all dies gehört bereits zu modernen Auto, natürlich auch abhängig von der Preisklasse und so findet man auch im modernen Auto von Bluetooth bis USB alles, was man auch vom heimischen PC kennt.

Künstliche Intelligenz verändert unsere Kommunikation mit dem Auto

KI

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Der logische nächste Schritt ist der Einzug intelligenter virtueller Assistenten ins Auto. So wird z. B. Inrix, bekannt für die Apps-Plattform OpenCar, dieses um Alexa zukünftig erweitern. Die Sprachsteuerung, welche ja täglich besser wird, bietet gerade dem Fahrer große Vorteile, denn er kann gewünschte Funktionen wie Abspielen von Musik, Wetterbericht, Verkehrslage und anderes per Sprache steuern statt manuell mit der Hand, was einer sicheren Fahrt ohne Zweifel zugutekommen wird. Eines der Hauptprobleme, dass zu viele Knöpfe, Schalter, blinkende Hinweise etc. den Fahrer ablenken, wird dadurch natürlich entschärft. Spannend wird hier auch die Möglichkeit Fahrten und Informationen bereits von zu Hause aus abzurufen und zu konfigurieren und dann an das vernetzte Auto zu senden. Nachteilig wird natürlich sein, dass zur Ausnutzung des vollständigen Komforts im Auto immer auch eine Internetanbindung erforderlich ist.

Auch VW hat auf der CES angekündigt mit Amazon zusammenzuarbeiten und Alexa zu implementieren, wobei eine Kommunikation von und nach Auto möglich sein soll. Man könnte somit, bei konsequenter Smart Home Umsetzung, bereits aus dem Auto heraus per natürlicher Sprache die Heizung oder Rollläden im Haus hochfahren, Musik starten usw. genauso wie man von Zuhause aus seine nächste Fahrt quasi aufs Auto hochzuladen.
Die Digitalisierung, Vernetzung, Künstliche Intelligenz wird auch unsere Autos und wie wir mit ihnen kommunizieren völlig verändern mit allen Vorteilen und auch Risiken. Oder aber man sucht auf den gängigen Tauschbörsen einfach ein „altes“ Auto ohne all diese Technologie, solange es diese noch gibt. Und möglicherweise wird der klassische KFZ-Meister / Mechaniker irgendwann zunächst ein IT-Studium als Eingangsvoraussetzung haben müssen bevor er lernen darf einen Ölwechsel zu machen.

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