Das sollte ein Notebook mindestens haben

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Wer sich viel mit Notebooks beschäftigt, immer mal gerne einen Blick auf Angebote wirft, der wird sich oftmals fragen, was denn ein Notebook mindestens haben sollte und ob sich ein Angebot wirklich lohnt.

Grundsätzlich gilt hier, dass die eigene Anforderung der entscheidende Faktor ist. Wer nur mal sonntags etwas im Internet surft, einen Brief schreibt, dem reicht auch ein vergleichsweise einfaches Gerät. Aber auch dann würde ich auf Mindeststandards achten wie eine ausreichend große Festplatte (SSD muss dann nicht zwingend sein), 4 GByte RAM und ein halbwegs schneller Prozessor etwa ein Pentium oder ein AMD A8 oder schneller, denn sonst kommt nach Windows Updates oder bei etwas anspruchsvolleren Sitzungen auch bei wenig Nutzung schnell Frust auf.

Für alle, die mehr mit dem Notebook machen, ob intensiver privat oder gar geschäftlich sollte es dann aber ein wenig mehr Leistung sein.

Display:

Idealerweise sollte das Display Full-HD liefern. Schwierig bei Bestellungen im Internet wird es sein, beurteilen zu können wie gut ein Display tatsächlich ist, hier wird man sich auf Bewertungen verlassen müssen bzw. Testberichte. Das Display darf gerne ein IPS-Display oder Ähnliches sein, denn ein guter Blickwinkel macht sich schon bezahlt. Hochglänzend oder matt ist eine Geschmacksfrage, aber ein entspiegeltes Display ist dann doch meist angenehmer. 4k halte ich nicht für dringend notwendig, außer grafische Anforderungen bringen hier Vorteile. Dann aber sollte es ein Notebook mit schnellen Prozessor und Grafikkarte sein.

Prozessor:

Persönlich würde ich mindestens zu einem neuen AMD A12 Prozessor greifen oder zu einem Intel Core Prozessor i5 (oder höher), wobei es jetzt nicht ganz so dramatisch ist, ob dieser der 7. oder 8. Generation angehört. Bei einem Neukauf könnte man aber gleich auf Aktualität achten, außer ein Angebot ist einfach unwiderstehlich. Viele Notebooks verwenden Dual-Core Prozessoren, da hiermit leichter ein guter Kompromiss aus Leistung- und Akkulaufzeit zu erzielen ist. Power Notebooks oder Gaming Notebooks wie ein HP Pavilion Power – 15-cb031ng oder ein OMEN by HP – 17-an072ng verfügen über etwas stärkere Quad Core Prozessoren.

Festplatte

SSD macht sich bezahlt, gerade die Bootzeit ist besser, aber auch das ganze Laufzeitverhalten. Aber: Gerade bei vielen Angeboten ist der Speicherplatz bei diesen SSDs oft überschaubar, gerne werden hier nur 256 GByte SSDs angeboten. Kann man natürlich tauschen oder das Notebook erlaubt es eine 2. SSD zu installieren (was oft nicht möglich ist), aber nicht jeder mag es diese Technik anzufassen. 256 Gbyte sind schnell belegt, hier bietet es sich an ein Hybrid System aus SSD und HDD zu kaufen, denn so bekommt man beides.

Separate Grafikkarte oder nicht?

Wenn es geht, dann schon, denn selbst eine Einstiegsgrafikkarte wie von NVidia bringt Zusatzschub für grafische Anwendungen. Viele Programme nutzen gerade NVidia Grafikkarten ganz gezielt, von daher, wenn z. B. eine 940er schon mal dabei ist, dann ist das gut. Sehr anspruchsvolle Gamer brauchen natürlich schon einer 1050er aufwärts.

DVD-Writer, SD-Kartenleser

Eine individuelle Frage, ob man noch einen DVD Laufwerk benötigt. Gerade günstige Geräte bieten dies noch oft, gerade teure Lifestyle Notebooks wie ein HP Spectre nicht. Mitunter findet man hier nicht mal einen SD-Kartenslot. Persönlich habe ich SD-Karten selten verwendet, aber jeder ist anders. Muss man einfach darauf achten, was ein Notebook bietet und vergleichen, was man tatsächlich selber nutzt.

Anschlüsse:

USB 3.0 oder neuer sollte es schon sein, davon am besten mindestens 3 (mehr sind ohnehin selten). Gut wäre darauf zu achten, dass mindestens ein USB Type-C dabei ist, sodass man hier Optionen für die Zukunft hat. Sind die Anschlüsse zu aktuell für vorhandene Hardware, so benötigt man wiederum Adapter, die auch Geld kosten. Ideal ist hier oft eine gelungene Mischung bei den Anschlüssen. Immer auch darauf achten, was genau angeboten wird, so gibt es auch Notebooks mit Micro-SD oder auch Notebooks ohne HDMI. Immer prüfen, was da ist und was man braucht.

Wie viel LAN soll es sein? Wenn man sein Notebook auch mal via Kabel anschließt, dann macht sich eine Gigabit-LAN Unterstützung bewährt. Zwar surfen viele auch heute nicht mit mehr als 100 MBit/s, aber schnelles LAN hilft im eigenen Netzwerk. Mancher wiederum braucht gar kein LAN.

Wie dick, wie dünn soll das Notebook sein?

HP Spectre x360 - flaches und leichtes Lifestyle NotebookDer Wettbewerb um das dünnste Notebook ist zwar mitunter etwas übertrieben, aber dünn und leicht hat schon was. Ein Notebook in der Standardklasse der Consumer Notebooks wird meist etwas schwerer sein als ein 13.3“ HP Spectre wie das HP Spectre x360 – 13-ac033ng oder das brandneue HP Spectre 13-af003ng, aber auch hier bieten z. B. 15.6“ Notebooks wie die HP Pavilion Serie oder auch ein 14“ Gerät wie das HP Pavilion – 14-bf131ng durchaus dünne Geräte mit einem Gewicht von nur um die 2 Kg oder weniger. Ein 17“, der eher leicht ist, bringt meist um die 2.5 Kg auf die Waage. Viele Notebooks anderer Hersteller liegen aber auch schon mal drüber. Mehr als max. 2.4 Kg bzw. 3.0 Kg sollten es aber nicht sein. Gaming Notebooks liegen natürlich schon mal drüber.

Tastatur / Touchpad

Klar sollte die Tastatur angenehm zu schreiben sein, das Touchpad präzise. Was angenehm ist, ist aber nicht für jeden gleich. Aber vorteilhaft für alle ist eine Hintergrundbeleuchtung für die Tastatur.

Touch-Display / 360°

HP Pavilion x360 14-ba030ng mit Active Pen Support, Windows Ink kompatibelEin Touch-Display, besonders in Kombination mit einem 360° Display ist eine feine Sache. Nochmals schöner, wenn das Display einen aktiven Eingabestift unterstützt. Mit Windows Ink kompatibel stehen einem zahlreichen neue Nutzungsmöglichkeiten im kreativen Bereich, von Notizen bis Skizzen, zur Verfügung. Das macht nicht nur Spaß, sondern bringt oft echt einen Nutzen und man gewöhnt sich schnell daran. Zudem bieten andere Modi wie Standmodus, Zeltmodus etc. Vorteile beim Betrachten von Filmen oder Bildern. Ob privat oder geschäftlich, die Inhalte mögen sich unterscheiden, die Vorteile sind aber identisch. Interessante Kandidaten wären neben einigen Spectre ein HP ENVY x360 – 15-bp130ng oder auch ein HP Pavilion x360 14-ba101ng, wenn man es etwas günstiger haben möchte.

Kunststoff oder Aluminium?

Ein solides Kunststoff ist besser als ein schlechtes Aluminium, aber ein Aluminiumgehäuse hat schon was Edles an sich. Meist sind Notebooks aus Materialien wie Aluminium, Karbonfasern, Magnesium auch leichter, sie sind auch verwindungssteifer und normalerweise etwas stabiler… und man findet „edlere“ Materialien meist nur in HP Spectre x360 13-ac033ngNotebooks der höheren Preisklasse. Anders ausgedrückt: Ist das Budget begrenzt, so stellt sich die Frage meist nicht. Zudem spricht nichts gegen ein Notebook mit einem Kunststoffgehäuse, sofern dieses ordentlich verarbeitet ist, wobei es natürlich auch Unterschiede beim Kunststoff gibt. Zumindest eine Glaubensfrage würde ich persönlich nicht daraus machen, wenn das Budget es aber erlaubt, dann würde ich schon zum edleren Notebook mit Aluminium – oder Magnesiumgehäuse greifen. Ein Microsoft Surface Book käme hier in Frage oder auch ein edles HP Spectre wie das HP Spectre 13-af003ng.

Akkulaufzeit

Also mindestens 6 oder 7 Stunden sollten es schon sein. Wirklich hohe Laufzeiten bekommt man meist nur bei darauf trainierten Geräten wie einigen HP Spectre Modellen. Quad Core, Super Grafikkarte und 16 Stunden Akkulaufzeit geht aber zumindest aktuell normalweise nicht zusammen. Hersteller geben immer Idealwerte an, die rechnerisch erreicht werden können, aber eben nicht sehr praxisnah sind. Die Realität ist immer etwas weniger.

Was muss man hinlegen für ein Notebook?

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Kommt darauf an, Notebooks gibt es für unter 300 Euro, was oft reicht für Gelegenheitsnutzer, aber für alle anderen nicht wirklich empfehlenswert ist, da hier fast immer Kompromisse gemacht werden müssen, die man schnell bemerken wird und die dann den Spaß trüben. Für alle anderen fängt der richtige Spaß ab ca. 500 Euro an. Edles ab 900 Euro, wenn es mal ein gutes Angebot gibt.

Man kann aber auch viel Geld hinlegen, bekommt sogar ein richtig gutes Gerät und trotzdem könnte es das falsche Gerät sein, wenn man nicht zuvor die eigenen Anforderungen mit den jeweiligen Stärken des Gerätes in Einklang gebracht hat. High End Gamer bekämen mit dem Spectre ein tolles Gerät, trotzdem wäre natürlich ein Omen die bessere Wahl.

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