Ein Klassiker wieder da: dBASE CLASSIC™

dBase, damals von Ashton-Tate, war in den 80ern die Datenbank schlecht hin. Management Fehler und eine äußerst fehlerhafte Version von dBase IV leiteten aber auch rasch wider den Abstieg ein. Zudem wurde der Sprung in Windows Zeitalter verpasst. Dennoch inspirierte dBase eine ganze Generation von Produkten wie etwa Visual Foxpro, Clipper und zahlreichen anderen. Auch heute ist die xBase Sprache bei Weitem nicht tod, sondern findet sich noch in dem einen oder anderen Produkt wieder, beispielsweise im Harbour Project, einem Multiplattform Clipper Language compiler. Natürlich sind dies dann alles weiter entwickelte Versionen und nur noch ein gewisser Kern stimmt mit dem Original Ursprungsprodukt / Sprache überein.

Dennoch wird so manchen jüngeren der Tablet und Smartphone Generation dBase eventuell gar nicht mehr bekannt sein, oder mutet als Fossil der Computer Steinzeit an. Mag vielleicht so sein, aber letztlich kommt es nur darauf an, was man mit Tools macht. Gute Anwendungen kann man auch mit einem Fossil machen, genauso wie es jede Menge Apps gibt, die man nur als völlig überflüssig bezeichnen kann.

Auch dBase Classic gibt es noch, und wird jetzt von dBase, LLC sogar wieder als Standalone Produkt angeboten, basierend auf dBase IV für Dos, aber natürlich neu verpackt, denn wer hat schon noch ein 5 1/4 Zoll Laufwerk :)

Die Entscheidung dBase für Dos wieder als Standalone Produkt anzubieten begründet dBase, LLC, damit, dass es noch eine ganze Reihe von Anwendern gibt, die dBase bzw. damit erstellte Anwendungen noch immer nutzen. Und warum auch nicht: wenn eine Anwendung ihren Dienst tut, warum neu schreiben. Bisher musste man bei dBase, LLC die aktuelle Version dBase Plus 2.8 erwerben, um die „alte“ Lizenz von dBase für Dos erhalten zu können, dies ist jetzt nicht mehr notwendig.

Im Preis von 99 US$ ist übrigens auch eine PDF Version der Originaldokumentation von dBase enthalten. Nach Angaben von dBase, LLC, waren dies damals 5 Bücher mit einem Gewicht von über 15 Pfund… ja, damals gab es noch echte Bücher, echte Dokumentation, die man in die Hand nehmen konnte. Heute kann man froh sein, wenn man auch nur seine teure Software auf DVD erhält. Manche Firma berechnet dies sogar extra…

Zusammen mit dem Extra Tool dbDOS™ soll es übrigens auch möglich sein, den alten dBase Klassiker auf modernen PCs laufen zu lassen. dbDOS™ muss man allerdings separat erwerben.

Beides dürfte für alle Anwender und/oder Firmen interessant sein, die noch alte dBase Anwendungen oder Daten laufen haben und wo immer es günstiger ist, diese einfach nur mit dem bestehenden Tools weiterzupflegen, statt komplett neu zu entwickeln. Und schön, dass ein Stück Computer-Historie noch immer lebt…

Infos für Interessenten: http://dbaseclassic.com/

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