Franchise als alternative Möglichkeit in die Selbstständigkeit

Franchise in der IT

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Nicht wenige Deutsche träumen davon, sich selbstständig zu machen. Der eigene Boss sein, flexible Arbeitszeiten, Urlaub nehmen, wann immer man möchte, keine unrealistischen Vorgaben von der Chefetage mehr – im Normalfall sieht der als Selbstständiger jedoch ganz anders aus und bedeutet vor allem harte Arbeit. Und der Schritt in die Selbstständigkeit birgt auch ein hohes finanzielles Risiko. Dieses kann durch Franchising abgemildert werden. Auch in der IT-Branche gibt es diverse Franchise-Systeme.

Obwohl der Sprung in die Selbstständigkeit neben intensiver Arbeit auch mit finanziellem Risiko verbunden ist, wagen ihn jedoch circa zehn Prozent aller Deutschen. Zwar schützt selbst die beste Vorbereitung nicht automatisch davor, in der Insolvenz zu landen, aber sie schafft die Voraussetzung, mit der eigenen Geschäftsidee am Ende auch erfolgreich sein zu können. Bevor man also den Job kündigt, eine Website bastelt und Flyer drucken lässt, ist eine eingehende Auseinandersetzung Pflicht: Was muss ich als Selbstständiger beachten, passt Selbstständigkeit überhaupt zu mir und ist meine Idee gut genug, um auf dem Markt zu bestehen? Und was ist, wenn ich überhaupt keine Idee für ein Geschäftsmodell habe?

Alternative Franchise

Eine Alternative zur gänzlichen Selbstständigkeit ist das so genannte Franchising. Statt einer neuen Idee setzt man ein bereits bestehendes Geschäftsmodell um, indem eine Lizenz vom Franchisegeber erworben wird, um dieses nutzen zu können. Bekannte Firmen, die mit Franchiselizenzen arbeiten, sind u.a. McDonald’s, dessen Konkurrenten Burger King und Subway oder die beiden Brause-Hersteller Pepsi und Coca-Cola. Wer sich für Franchise interessiert, für den bietet beispielsweise der Deutsche Franchiseverband eine gute Anlaufstelle, um sich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren und ein passendes Franchise-System zu finden.

Die Vorteile von Franchise-Systemen

Die Nutzung eines Franchise-Systems bietet einige Vorteile:

  • Es ist nicht nötig, eine eigene Idee auszuarbeiten und ein eigenes Unternehmenskonzept zu entwickeln.
  • Die Imagewirkung des Franchise-Gebers: Die bekannte Marke ermöglicht schnelleren Einstieg und Erfolg auf dem Markt.
  • Bei der Umsetzung des eigenen Unternehmens wird vom vorhandenen Wissen profitiert.
  • Es finden Fortbildungen seitens des Franchise-Gebers statt.
  • Geschäftsprozesse und -abläufe haben sich bereits als erfolgreich bewiesen.
  • Da das finanzielle Risiko überschaubarer wird, wird auch die Kapitalbeschaffung einfacherer.
  • Der Name bietet Vorteile und Rabatte beim Einkauf von Waren oder Dienstleistung.

Die andere Seite der Franchise-Medaille

Natürlich gibt es aber auch Nachteile:

  • Da bestimmte Vorgaben eingehalten werden müssen, ist man nicht zu hundert Prozent unabhängig in den Entscheidungen.
  • Es muss eine laufende Franchise-Gebühr gezahlt werden, die bis zu einem Drittel des eigenen Umsatzes ausmachen kann.
  • Zu Beginn sind die Investitionen höher, da Lizenzierung und die Startausstattung finanziert werden müssen. Außerdem wird nicht von Null gestartet, was ebenfalls beachtet werden muss (z.B. bei Größe der Räumlichkeiten und dadurch entstehende Kosten).
  • Es wird sich längerfristig an den Franchise-Geber gebunden.
  • Es kann immer zu Interessenkonflikten kommen.
  • Der Name des Franchise-Gebers kann auch negative Auswirkungen nach sich ziehen: Dessen Imageschäden sind ebenfalls mit dem eigenen Unternehmen verbunden.
  • Das Risiko wird dennoch selbst getragen.

Auch in der IT-Branche gibt es verschiedene Franchise-Systeme

E-Mails mit Notebook und Smartphone

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Doch nicht nur in der Lebensmittelindustrie und der Gastronomie sind Franchises vertreten. Durch die Digitalisierung wächst der Markt rund um Internet, IT und Computer stetig an, ein Ende ist bisher nicht abzusehen. So ist IT-Sicherheit nicht nur für Unternehmen von großer Wichtigkeit, sondern auch für den durchschnittlichen Bürger: Zwei Drittel aller Deutschen hält ihre Kenntnisse in diesem Bereich für nicht ausreichend. Allerdings bedeutet der wachsende Markt nicht zwangsläufig risikolosen Erfolg für das eigene Unternehmen – auch hier kann ein Franchise-System Abhilfe schaffen, um mit einem Franchise-Partner, der sich bereits einen Namen gemacht hat, ein eigenes Unternehmen zu eröffnen und sich verstärkt auf den eigenen Service zu konzentrieren.

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