Hand aufs Herz: Wie viele monatliche Abos hast du aktuell laufen? Adobe Creative Cloud, Microsoft 365, vielleicht noch ein Cloud-Speicher… Da kommen schon mal schnell 50 bis 100 Euro im Monat zusammen. Sicherlich, die Situation ist bei jeden individuell anders und vielleicht ist das genau so für dich auch geschäftlich richtig, aber vielleicht auch nicht … und für fast jede Profi-Software gibt es eine Open-Source-Alternative, die nicht nur kostenlos ist, sondern oft auch deine Privatsphäre besser schützt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du die teuren Abos häufig, nicht zwingend immer, durch hochwertige Gratis-Software ersetzt oder ersetzen kannst.
1. Microsoft 365 ersetzen: Office ohne Wolkenzwang
Microsoft drängt Nutzer immer stärker in die Cloud. Wer das nicht will oder die jährlichen Gebühren sparen möchte, hat zwei hervorragende Optionen:
- LibreOffice: Der Klassiker. Ideal, wenn du eine mächtige Desktop-Suite suchst, die offline perfekt funktioniert. In der aktuellen Version 2026 ist die Kompatibilität mit .docx und .xlsx so gut wie nie zuvor. Nachteil: benötigt Java und ist mitunter etwas schwerfällig, zudem optisch Geschmackssache.
- OnlyOffice: OnlyOffice ist mein Tipp, wenn du das moderne „Ribbon“-Design von Microsoft magst. Es ist extrem schlank und bietet eine hervorragende Formatierungstreue bei geteilten Dokumenten.
- Nextcloud Office: Wenn du die Kollaborations-Features von Teams/OneDrive suchst, aber deine Daten auf deinem eigenen Server (Self-Hosting!) behalten willst.
2. Adobe Creative Cloud: Kreativität ohne Mietvertrag
Adobe Software kann viel und eventuell benötigst du auch zwingend die Qualität und es zahlt sich für dich aus, aber für Gelegenheitsnutzer und auch manche Profis reicht FOSS (Free and Open Source Software) oftmals völlig aus:
| Adobe Programm | Open-Source Alternative | Einsatzgebiet |
|---|---|---|
| Photoshop | GIMP oder Krita | Fotobearbeitung & digitales Malen |
| Illustrator | Inkscape | Vektorgrafiken & Logos |
| Premiere Pro | Kdenlive oder Shotcut | Videoschnitt (bis 4K/8K) |
| Lightroom | Darktable | RAW-Entwicklung & Fotoverwaltung |
| InDesign | Scribus | Desktop Publishing & Layout |
Pro-Tipp: Wer High-End-Videoschnitt sucht, sollte sich DaVinci Resolve ansehen. Es ist zwar nicht komplett Open Source, aber die kostenlose Version ist so mächtig, dass sie 95% aller Adobe-Nutzer glücklich macht.
3. Alltags-Helfer, die jeder installiert haben sollte
Es sind oft die kleinen Tools, für die wir unnötig Geld bezahlen oder uns mit Werbung plagen:
- PDF-Editor: Statt Acrobat Pro nutze ich PDFgear (kostenlos) oder Okular.
- Passwort-Manager: Vergiss Abo-Modelle wie LastPass. Wenn Du eine Sicherheitssoftware wie Bitdefender Premium Security nutzt, dann hast du den Passwortmanager ohnehin inklusive.
- Dateitransfer: Statt WeTransfer Pro nutze ich LocalSend – das Tool schickt Dateien blitzschnell im eigenen WLAN von Gerät zu Gerät (Open Source & Ende-zu-Ende verschlüsselt).
Fazit: Der Umstieg lohnt sich
Ja, jede neue Software erfordert eine kurze Einarbeitungszeit. Aber das Gefühl, seine Werkzeuge wirklich zu besitzen und nicht nur zu mieten, ist unbezahlbar. Zudem schont es das Budget für neue Hardware-Projekte.










