Troop Messenger: Die interessante Alternative zu Microsoft Teams?
Microsoft Teams ist längst zum Standard für die digitale Zusammenarbeit in vielen Unternehmen geworden. Aber Standard bedeutet nicht automatisch, dass Teams für jedes Unternehmen auch die beste Lösung ist. Daher kann es sich lohnen auch mal einen Blick über den gewohnten Tellerrand zu werfen, denn er vor allem eine übersichtliche Plattform für Chat, Zusammenarbeit, Datei-Austausch sowie Audio- und Videokonferenzen sucht, sollte sich auch einmal Alternativen ansehen.
Eine spannende Alternative ist dabei Troop Messenger. Die Plattform verbindet klassische Teamkommunikation mit Funktionen, die im Arbeitsalltag durchaus interessant sein können. Dazu gehören unter anderem umfangreiche Suchfunktionen, Gruppenkommunikation, Audio- und Videoanrufe, Bildschirmfreigabe, Rollen- und Rechteverwaltung sowie verschiedene Sicherheitsfunktionen.
Interessant wird Troop Messenger aber vor allem dann, wenn Datenschutz, Kontrolle über Unternehmensdaten und eine möglichst unabhängige Kommunikationsplattform wichtig sind.
Was ist Troop Messenger?
Troop Messenger ist eine Business-Kommunikations- und Kollaborationsplattform für Unternehmen, Teams und Organisationen. Sie ermöglicht klassische Einzel- und Gruppenchats, Dateiübertragung, Audio- und Videokonferenzen sowie Bildschirmfreigabe und weitere Funktionen für die Zusammenarbeit.
Die Software kann dabei auf unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Neben dem klassischen SaaS-Modell bietet Troop Messenger auch eine On-Premise-Variante an. Unternehmen können die Software damit auf eigener Infrastruktur beziehungsweise in einer eigenen Cloud-Umgebung betreiben.
Genau in diesem Punkt unterscheidet sich Troop Messenger auch von vielen typischen Cloud-Kommunikationslösungen. Bei einer selbst betriebenen Installation kann das Unternehmen deutlich stärker kontrollieren, wo die Kommunikationsdaten gespeichert werden und wer Zugriff darauf erhält.
Welche Vorteile bietet Troop Messenger?
Der größte Vorteil liegt aus meiner Sicht in der Kombination aus klassischem Team-Messenger, umfangreichen Kommunikationsfunktionen und der Möglichkeit zur Selbstverwaltung.
Die Plattform bietet beispielsweise Einzel- und Gruppenchats, Audio-Nachrichten, Audio- und Videokonferenzen, Bildschirmfreigabe, Dateifreigabe und Suchfunktionen. Auch Funktionen wie gemeinsame Code-Darstellung und verschiedene Werkzeuge für die Organisation von Nachrichten gehören zum Funktionsumfang.
Besonders praktisch kann die Suche sein. Troop Messenger bietet verschiedene Filter, mit denen sich beispielsweise Nachrichten, Dateien, Bilder oder andere Inhalte gezielter aus dem Kommunikationsverlauf heraussuchen lassen. Gerade in Unternehmen mit vielen Nachrichten kann das einen Unterschied machen.
Hinzu kommen Funktionen wie „Burnout“. Dabei handelt es sich um einen speziellen Chat für vertrauliche Kommunikation, bei dem Nachrichten nach einem festgelegten Zeitraum verschwinden können. Für alltägliche Kommunikation ist das sicherlich kein Muss. Für bestimmte vertrauliche Absprachen kann eine solche Funktion aber interessant sein.
Für Administratoren bietet Troop Messenger unter anderem Rollen- und Rechteverwaltung, MFA, LDAP/Active Directory beziehungsweise SSO und Audit Logs. Damit lässt sich die Plattform stärker in eine bestehende Unternehmens-IT integrieren.
Troop Messenger oder Microsoft Teams?
Troop Messenger ist nicht einfach ein „besseres Teams“ – die beiden Plattformen setzen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte.
Microsoft Teams spielt seine Stärke vor allem dann aus, wenn ein Unternehmen bereits tief im Microsoft-Ökosystem steckt. Microsoft 365, SharePoint, OneDrive, Outlook, Office-Anwendungen und Teams greifen eng ineinander. Wer diese Umgebung intensiv nutzt, hat einen erheblichen Vorteil.
Troop Messenger verfolgt dagegen einen stärker eigenständigen Ansatz. Die Plattform konzentriert sich auf Kommunikation und Zusammenarbeit und bringt zahlreiche Funktionen direkt in einer Oberfläche zusammen.
Interessant sind beispielsweise die erweiterten Such- und Chatfunktionen. Troop Messenger bietet unter anderem Filter nach Nachrichten, Dateien und anderen Inhalten sowie Funktionen wie „Respond Later“, Selbstnachrichten und das Weiterleiten einer Nachricht an mehrere Benutzer oder Gruppen.
Auch bei Meetings gibt es Unterschiede. Beide Plattformen ermöglichen Audio- und Videokonferenzen sowie Bildschirmfreigaben. Troop Messenger bietet darüber hinaus Funktionen wie „Join Now“ für laufende Konferenzen und „Jointly Code“ für die Zusammenarbeit an Code.
Ein weiterer Punkt ist die Bereitstellung. Microsoft Teams ist in erster Linie als Cloud-Dienst gedacht. Troop Messenger kann dagegen auch On-Premise beziehungsweise selbst gehostet betrieben werden. Das kann für Unternehmen mit besonderen Anforderungen an Datenkontrolle und Datenresidenz ein entscheidender Faktor sein.
Wo Troop Messenger gegenüber Teams interessant wird
Wenn dein Unternehmen ohnehin komplett mit Microsoft 365 arbeitet, würde ich nicht ohne Weiteres von Teams wechseln. Die Integration in Outlook, SharePoint, OneDrive und Office ist ein echtes Argument für Microsoft.
Anders sieht es aus, wenn du eigentlich nur eine leistungsfähige Kommunikationsplattform für dein Unternehmen suchst.
Dann kann Troop Messenger interessant sein, weil du nicht zwingend das komplette Microsoft-Ökosystem benötigst. Du bekommst Chat, Gruppen, Dateiübertragung, Meetings, Bildschirmfreigabe, Suche und Administrationsfunktionen in einer eigenständigen Plattform.
Besonders interessant wird das Konzept für Unternehmen, die ihre Kommunikationsplattform selbst kontrollieren möchten.
Wie sicher ist Troop Messenger?
Troop Messenger legt einen deutlichen Schwerpunkt auf Sicherheitsfunktionen. Der Anbieter nennt unter anderem Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Multi-Faktor-Authentifizierung, LDAP/SSO, Rollen- und Rechteverwaltung sowie Audit Logs.
Nach Angaben des Herstellers können Nachrichten, Anrufe, Konferenzen und Dateien mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden. Für die Verschlüsselung nennt Troop Messenger unter anderem ECDH, die Kurve SECP384R1, PBKDF2 und AES-256.
Darüber hinaus können Administratoren Zugriffsrechte granular festlegen. Damit lässt sich beispielsweise steuern, welche Funktionen bestimmte Benutzer oder Benutzergruppen verwenden dürfen.
Für Unternehmen ist auch die Protokollierung interessant. Über Audit Logs können Aktivitäten innerhalb der Anwendung nachvollzogen und die Protokolle für weitere Auswertungen exportiert werden.
Das Sicherheitskonzept geht bei der On-Premise-Variante aber noch weiter. Hier kann Troop Messenger auf eigener Infrastruktur beziehungsweise hinter der eigenen Firewall betrieben werden. Der Anbieter nennt außerdem den Betrieb in privaten Cloud-Umgebungen wie AWS oder Azure.
Ist Troop Messenger in Deutschland sicher nutzbar?
Grundsätzlich ja – aber die Antwort auf diese Frage sollte nicht einfach „GDPR-konform, also alles problemlos“ lauten.
Troop Messenger verfügt über eine eigene Datenschutzseite, auf der der Anbieter die Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung berücksichtigt und unter anderem Betroffenenrechte, Datenverarbeitung, Datenübermittlung und Sicherheitsmaßnahmen beschreibt.
Der Anbieter gibt außerdem an, personenbezogene Daten grundsätzlich nicht außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums zu übertragen, sofern das betreffende Land nicht über ein angemessenes Datenschutzniveau verfügt. Gleichzeitig nennt die Datenschutzerklärung verschiedene externe Dienste beziehungsweise Integrationen, die je nach Nutzung an der Verarbeitung beteiligt sein können.
Damit ist Troop Messenger grundsätzlich auch für Unternehmen in Deutschland interessant. Die konkrete datenschutzrechtliche Bewertung hängt allerdings davon ab, welche Variante eingesetzt wird, welche Daten verarbeitet werden, wo diese Daten gespeichert werden und welche zusätzlichen Dienste integriert sind.
Für ein Unternehmen sollte daher vor dem produktiven Einsatz geprüft werden, welche vertraglichen Datenschutzunterlagen zur Verfügung stehen und wie die konkrete Datenverarbeitung aussieht. Das gilt übrigens nicht nur für Troop Messenger, sondern für jeden Cloud-Dienst, der personenbezogene oder vertrauliche Unternehmensdaten verarbeitet.
On-Premise: Für sensible Daten besonders interessant
Wenn Datenhoheit eine zentrale Rolle spielt, ist die On-Premise-Version von Troop Messenger besonders interessant.
Hier wird die Software nicht einfach als fremder Cloud-Dienst verwendet. Stattdessen kann das Unternehmen Troop Messenger auf eigener Infrastruktur betreiben. Möglich ist laut Anbieter auch eine Installation in einer eigenen privaten Cloud-Umgebung.
Damit lässt sich wesentlich genauer bestimmen, wo die Kommunikationsdaten liegen und welche Systeme Zugriff darauf haben.
Für Unternehmen aus Bereichen mit erhöhten Anforderungen an Datenschutz, Compliance oder Geheimhaltung kann das ein wichtiger Vorteil sein. Der Anbieter richtet seine On-Premise-Lösung beispielsweise ausdrücklich an Bereiche wie Gesundheitswesen, Banken und Finanzdienstleister, Industrie sowie Behörden.
Allerdings sollte man einen wichtigen Punkt nicht vergessen: On-Premise bedeutet nicht automatisch sicher. Die Verantwortung verschiebt sich teilweise zum Unternehmen. Server, Betriebssystem, Netzwerk, Firewalls, Backups, Updates, Zugriffsrechte und Monitoring müssen ebenfalls professionell abgesichert werden.
Was kostet Troop Messenger?
Troop Messenger ist preislich interessant positioniert. Auf der aktuellen Preisseite werden verschiedene Tarife für unterschiedliche Unternehmensgrößen angeboten. Die Preise hängen dabei unter anderem von Abrechnungsmodell und gewähltem Tarif ab.
Der Anbieter führt derzeit beispielsweise Tarife für kleinere Teams sowie Enterprise- und größere Unternehmensumgebungen. Zusätzlich steht eine kostenlose Testphase zur Verfügung.
Gerade bei einem möglichen Wechsel von Microsoft Teams sollte man allerdings nicht nur den Preis pro Benutzer vergleichen. Entscheidend sind auch die benötigten Funktionen, vorhandene Microsoft-365-Lizenzen, Integrationen, Administrationsaufwand und bei On-Premise natürlich die Kosten für die eigene Infrastruktur.
Für wen lohnt sich Troop Messenger?
Troop Messenger ist besonders interessant für Unternehmen, die eine eigenständige Kommunikationsplattform mit umfangreichen Funktionen und hohen Kontrollmöglichkeiten suchen.
Das können kleine und mittlere Unternehmen sein, die Teams nicht benötigen, weil sie ohnehin nicht tief im Microsoft-Ökosystem arbeiten. Ebenso interessant ist die Lösung für Unternehmen, die ihre Kommunikationsdaten stärker kontrollieren möchten.
Auch für Unternehmen mit eigenen Servern oder einer privaten Cloud kann die On-Premise-Variante interessant sein. Hier spielt Troop Messenger seine Unterschiede zu typischen SaaS-Kommunikationsdiensten besonders deutlich aus.
Weniger überzeugend ist ein Wechsel dagegen möglicherweise für Unternehmen, die Microsoft 365 bereits intensiv einsetzen und deren komplette Zusammenarbeit auf SharePoint, OneDrive, Outlook und Office ausgerichtet ist. In diesem Umfeld ist Teams aufgrund seiner Integration nur schwer zu ersetzen.
Mein Fazit: Eine interessante Teams-Alternative mit einem wichtigen Unterschied
Troop Messenger ist eine interessante Alternative zu Microsoft Teams, vor allem wenn du nicht das komplette Microsoft-Ökosystem benötigst und mehr Wert auf eine eigenständige Kommunikationsplattform legst.
Die Software bietet weit mehr als einfachen Firmenchat. Chat, Gruppen, Audio- und Videokonferenzen, Bildschirmfreigabe, Dateiübertragung, Suchfunktionen, MFA, SSO, Rollenverwaltung und Audit Logs decken einen großen Teil dessen ab, was Teams-Nutzer im täglichen Arbeitsablauf benötigen.
Der entscheidende Unterschied liegt für mich aber bei der Bereitstellung. Während Teams seine Stärken insbesondere als Bestandteil von Microsoft 365 ausspielt, bietet Troop Messenger mit der On-Premise-Variante eine Möglichkeit, die Kommunikationsplattform wesentlich stärker unter die eigene Kontrolle zu bringen und mehr unter eigener Kontrolle ist ja ein immer wichtiger werdendes Thema.
Gerade für deutsche Unternehmen ist das ein Punkt, den man sich genauer ansehen sollte. Troop Messenger stellt Informationen zur DSGVO bereit und bietet umfangreiche Sicherheitsfunktionen. Trotzdem sollte man vor einem geschäftlichen Einsatz natürlich immer die konkrete Datenverarbeitung, Verträge, Speicherorte und eingesetzte Drittanbieter prüfen. Eine Software ist schließlich nicht allein deshalb automatisch DSGVO-konform, weil der Anbieter eine entsprechende Erklärung veröffentlicht. Aber auf jeden Fall vielversprechend.
Wenn du also einfach nur „noch einen Messenger“ suchst, gibt es zahlreiche Alternativen. Wenn du dagegen eine eigenständige Business-Kommunikationsplattform mit vielen Funktionen, Sicherheitsoptionen und der Möglichkeit zum Self-Hosting suchst, ist Troop Messenger durchaus einen Blick wert.
Troop Messenger kannst du hier ausprobieren und die Plattform zunächst testen.















