Welche Hardware braucht Video Pro X18? CPU, GPU, RAM und SSD erklärt

Videoschnitt stellt andere Anforderungen an einen PC als Office, Webbrowser oder klassische Bildbearbeitung. Besonders bei 4K, 8K und KI-Funktionen können Prozessor, Grafikkarte und Arbeitsspeicher schnell zum limitierenden Faktor werden.

MAGIX unterscheidet bei Video Pro X18 deshalb zwischen Empfehlungen für HD, 4K und KI. Interessant ist dabei, dass nicht einfach ein einziges „empfohlenes System“ genannt wird. Je nach Aufgabe steigen die Anforderungen deutlich.

Welche CPU braucht Video Pro X18?

Für HD und 4K nennt MAGIX aktuell einen Intel Core i5 der 6. Generation oder einen entsprechenden AMD-Prozessor mit mindestens 2,5 GHz und vier Kernen.

Für KI-Funktionen liegt die Empfehlung deutlich höher: MAGIX nennt einen Intel Core i7 der 10. Generation oder einen entsprechenden AMD-Prozessor beziehungsweise eine neuere CPU.

Das sollte man allerdings nicht als Kaufempfehlung für einen bestimmten Prozessor verstehen. Die Anforderungen hängen stark vom konkreten Projekt, Codec, der Auflösung und den verwendeten Effekten ab.

Die Grafikkarte spielt eine wichtige Rolle

Video Pro X18 nutzt GPU-Beschleunigung. MAGIX nennt für 4K unter anderem eine NVIDIA GeForce GTX 1070 oder RTX beziehungsweise eine entsprechende AMD Radeon mit 8 GB.

Für 8K empfiehlt MAGIX eine RTX-Grafikkarte mit 8 GB Grafikspeicher. Für KI-Funktionen wird eine NVIDIA GeForce RTX 20xx oder eine AMD Radeon RX 5xxx beziehungsweise eine neuere Generation genannt.

Damit wird deutlich: Wer Video Pro X18 hauptsächlich für einfache HD-Videos verwendet, benötigt nicht automatisch eine aktuelle High-End-Grafikkarte. Bei 4K, 8K und KI steigt die Bedeutung der GPU jedoch deutlich.

Video Pro X18 Screenshot

Wie viel RAM braucht Video Pro X18?

MAGIX nennt für HD 8 GB RAM als Empfehlung.

Für 4K werden 16 GB empfohlen, wobei MAGIX für 8K ausdrücklich 32 GB nennt. Auch für KI-Funktionen werden 32 GB Arbeitsspeicher empfohlen.

Für einen neuen Rechner würde ich deshalb bei ernsthafter Videobearbeitung nicht mehr mit 8 GB planen. 16 GB können für kleinere Projekte ausreichen, 32 GB bieten bei 4K, größeren Projekten und KI deutlich mehr Reserven.

Warum eine SSD beim Videoschnitt sinnvoll ist

Bei Videoprojekten geht es schnell um sehr große Datenmengen. Deshalb ist nicht nur die Geschwindigkeit des Prozessors wichtig, sondern auch der Speicher.

MAGIX empfiehlt für 4K-Medien ausdrücklich eine SSD oder ein schnelles Multi-Disk-RAID. Als Richtwert nennt der Hersteller mindestens 10 GB für 4K-Medien, wobei das natürlich keine realistische Obergrenze für größere Videoprojekte darstellt.

Wer regelmäßig Videos produziert, sollte deshalb Projektdateien, Rohmaterial und fertige Videos nicht auf einer knapp bemessenen System-SSD unterbringen.

Wie sieht ein sinnvoller PC für 4K aus?

Für einen 4K-Workflow würde ich die MAGIX-Empfehlungen als Ausgangspunkt betrachten: mindestens eine passende Mehrkern-CPU, 16 GB RAM, eine GPU mit ausreichend Grafikspeicher und eine schnelle SSD.

Wer regelmäßig umfangreiche Projekte produziert, sollte eher oberhalb dieser Mindestempfehlungen planen. Besonders 32 GB RAM können sinnvoll sein, wenn neben Video Pro X18 noch weitere Programme geöffnet sind oder komplexere Projekte bearbeitet werden.

Und was braucht man für 8K?

Bei 8K steigen die Anforderungen nochmals. MAGIX nennt 32 GB RAM und eine 8-GB-Grafikkarte als Empfehlung. Gleichzeitig bietet Video Pro X18 einen Proxy-Workflow, mit dem sich 4K- und 8K-Dateien auch auf Geräten bearbeiten lassen, die nur die HD-Anforderungen erfüllen.

Das ist ein wichtiger Punkt: Die Systemanforderungen sind keine starre Grenze zwischen „funktioniert“ und „funktioniert nicht“.

Mit Proxy-Dateien kann auch ein weniger leistungsfähiger Rechner mit hochauflösendem Material umgehen. Komfortabler und schneller wird der Workflow mit entsprechend leistungsfähiger Hardware aber trotzdem.

Was bedeutet die KI-Empfehlung?

Für KI-Funktionen nennt MAGIX eine eigene Empfehlung. Dazu gehören ein Intel Core i7 der 10. Generation oder ein entsprechender AMD-Prozessor, 32 GB RAM und eine RTX-20xx-Grafikkarte beziehungsweise Radeon RX 5xxx oder neuer.

Das bedeutet nicht, dass Video Pro X18 ohne diese Hardware grundsätzlich nicht funktioniert. Die Angaben sind Herstellerempfehlungen für den jeweiligen Anwendungsbereich.

Außerdem sollte man zwischen den unterschiedlichen KI-Funktionen unterscheiden. Die neue Offline-KI für Voiceovers und Untertitel ist beispielsweise ein Bestandteil von Video Pro X18, während andere KI-Funktionen mit eigenen Kontingenten beziehungsweise Voraussetzungen verbunden sein können.

Braucht man einen Gaming-PC?

Nicht zwingend, auch wenn eine leistungsfähige Grafikkarte beim Videoschnitt sehr hilfreich sein kann, muss ein Videoschnitt-PC dennoch nicht zwangsläufig mit einer Gaming-Konfiguration identisch sein.

Wichtiger ist ein ausgewogenes System, denn eine starke GPU bringt wenig, wenn gleichzeitig der Arbeitsspeicher knapp ist oder das Videomaterial auf einer langsamen und fast vollen Festplatte liegt.

Was ist wichtiger: CPU oder GPU?

Die Antwort hängt von der jeweiligen Aufgabe ab. Beim Videoschnitt arbeiten CPU und GPU zusammen. Video Pro X18 unterstützt beispielsweise GPU-beschleunigten AVC- und HEVC-Import sowie entsprechende Exportfunktionen.

Deshalb sollte man einen neuen Rechner nicht allein nach der CPU kaufen. Gerade bei 4K, 8K und bestimmten Effekten kann die Grafikkarte eine wichtige Rolle spielen.

Notebook oder Desktop-PC?

Ein Notebook kann für Video Pro X18 durchaus geeignet sein. Entscheidend sind Prozessor, GPU, RAM, SSD und Kühlung.

Bei einem Notebook sollte man außerdem darauf achten, dass die Leistungsaufnahme und Kühlung nicht dazu führen, dass die Leistung bei längeren Renderaufgaben stark reduziert wird.

Ein Desktop-PC bietet dagegen mehr Möglichkeiten für Aufrüstung und größere Speicherkapazitäten.

Mein Fazit

Video Pro X18 stellt keine außergewöhnlichen Hardwareanforderungen, solange man bei HD oder moderatem 4K bleibt. Anspruchsvoll wird es bei 8K und KI-Funktionen.

Für einen neuen Rechner würde ich deshalb 32 GB RAM, eine schnelle SSD und eine leistungsfähige GPU als vernünftige Basis für ambitionierte 4K-Projekte betrachten. Wer hauptsächlich Full HD schneidet, kann deutlich genügsamer planen.

Die offiziellen MAGIX-Angaben sind dabei eine gute Orientierung. Letztlich entscheidet aber immer der konkrete Workflow darüber, wie viel Leistung tatsächlich benötigt wird.

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