3D ohne Brille bald selbstverständlich?

Meist verlangt das Betrachten von 3D Filmen bisher eine entsprechende 3D Brille, die zum einen nicht billig ist, zum anderen ist das Ganze natürlich auch nicht komfortabel und wenn gleich mehrere Personen mit solch einer 3D Brille auf der Couch sitzen, dann ist das Ganze schon recht merkwürdig wirkend.

Aber Besserung ist in Aussicht gestellt: Hersteller arbeiten bereits an Displays, die ohne Extra – Gläser dreidimensionale Bilder präsentieren können. Laut einer Pressemitteilung des Fraunhofer Institutes arbeiten Hersteller auch bereits an Prototypen. Problematisch seien aber noch die Inhalte, da diese nicht entsprechend den Anforderungen der neuen autostereoskopischen Displays angepasst sind. 3D Blu-rays etwa arbeiten mit 2 Bildern, die neuen Displays benötigen jedoch – je nach Typ – 5 bis 10 Ansichten der jeweiligen Szene, damit das dreidimensionale Bild aus verschiedenen Winkeln aus gesehen werden kann.

Forscher am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI in Berlin, haben zur Problemlösung nunmehr eine Software entwickelt, die vorhandene 3D Inhalte so aufbereitet, dass auch die neuen, bald kommenden Displays, diese darstellen können. Die neue Technik soll dabei in Echtzeit laufen, also während man einen Film genießt, natürlich, ohne dass der Zuschauer dies mitbekommt.

Die erwähnte Software ist auch bereits fertig, nunmehr soll eine Integration der Lösung mit Industriepartnern in die neue Hardware erfolgen.

Es sei, so die Pressemeldung, aber davon auszugehen, dass die neue Technik erst in ca. einem Jahr in den Läden stehen würde. Dennoch: Gute Aussichten für 3D Fans: gekaufte 3D Blue-rays bleiben aktuell und mit neuer Hardware im nächsten Jahr entfällt dann auch die Brille.

Sehen kann man das Ganze aber bereits auf der IFA in Berlin. Wo genau, und mehr Details, finden Interessierte in der Pressemitteilung des Fraunhofer Institutes. Für Technik Begeisterte ist das Fraunhofer-Institut immer eine gute Anlaufstelle, um spannende News zu kommender Technik zu erfahren.

(c) Bild Fraunhofer HHI

 

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