Souveräne Cloud: Wie Bitdefender & secunet Daten schützen

Digitale Souveränität Bitdefender und Secunet CloudIn der modernen Wirtschaft ist die Cloud nicht mehr nur ein Speicherort oder eine Rechenplattform – sie ist das Nervensystem jedes Unternehmens. Doch während die technologische Abhängigkeit von der Cloud wächst, steigt auch die Sorge um die Integrität und Souveränität der dort gelagerten Daten. In Europa, und besonders in Deutschland, hat sich in den letzten Monaten eine spürbare Trendwende vollzogen. Weg von der „Cloud-Egalität“, hin zur „Souveränen Cloud“.

Die jüngste strategische Partnerschaft zwischen dem Cybersicherheit-Spezialisten Bitdefender und dem deutschen IT-Sicherheits-Flaggschiff secunet ist die Antwort auf genau diese Marktbedürfnisse. Es ist eine Allianz, die zeigt, dass High-End-Sicherheit und strikte EU-Compliance keine Gegensätze sein müssen.

Das Dilemma der Globalisierung: Der US Cloud Act vs. DSGVO

Um zu verstehen, warum diese Partnerschaft so relevant ist, muss man das rechtliche Spannungsfeld betrachten. Viele Unternehmen wiegen sich in Sicherheit, wenn sie ihre Daten in deutschen Rechenzentren großer US-Hyperscaler hosten. Doch das ist oft ein Trugschluss. Der Clarifying Lawful Overseas Use of Data (CLOUD) Act verpflichtet US-amerikanische Provider dazu, US-Behörden Zugriff auf Daten zu gewähren, selbst wenn diese physisch auf ausländischem Boden gelagert sind.

Dies steht in direktem Konflikt mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Für deutsche Unternehmen, insbesondere in kritischen Infrastrukturen (KRITIS), im Gesundheitswesen oder im öffentlichen Sektor, entsteht so ein unkalkulierbares rechtliches Risiko.

Hier setzt die Kooperation an: Bitdefender hat seinen Hauptsitz in der EU (Rumänien) und unterliegt damit ausschließlich der EU-Rechtsprechung. secunet ist als deutsches Unternehmen mit tiefer Verwurzelung in der nationalen Sicherheitsarchitektur ein Garant für digitale Souveränität. Gemeinsam entziehen sie die Daten dem extraterritorialen Zugriff fremder Mächte.

Bitdefender GravityZone: Die technische Speerspitze

Die Partnerschaft bietet den technologischen Rahmen, doch das Herzstück der Abwehr bilden die Bitdefender Business Security Lösungen, zusammengefasst unter dem Dach der GravityZone-Plattform. Im Gegensatz zu klassischen Antiviren-Programmen handelt es sich hierbei um eine modulare Architektur für Prävention, Erkennung und Reaktion.

1. Prävention auf einem neuen Level: HyperDetect™

Bevor eine Bedrohung überhaupt aktiv werden kann, muss sie erkannt werden. Bitdefender nutzt hierfür HyperDetect™, eine Ebene mit spezialisierten Machine-Learning-Modellen. Diese Technologie ist darauf ausgelegt, hochentwickelte Angriffe wie „Fileless Malware“ (die nur im Arbeitsspeicher operiert) oder „Living-off-the-land“-Attacken (die legitime Systemwerkzeuge missbrauchen) zu stoppen. Durch einstellbare Aggressivitätsstufen können IT-Administratoren die Erkennung exakt auf das Risikoprofil ihres Unternehmens zuschneiden.

2. Ransomware Mitigation: Das digitale Sicherheitsnetz

Ransomware bleibt die größte Bedrohung für mittelständische Unternehmen. Die Business-Security-Lösungen von Bitdefender verfügen über eine integrierte Ransomware Mitigation. Sobald das System einen Verschlüsselungsversuch erkennt, erstellt es in Echtzeit verschlüsselte Backups der angegriffenen Dateien. Nachdem der Prozess gestoppt wurde, stellt GravityZone die Dateien automatisch wieder her. Der Geschäftsbetrieb kann ohne Datenverlust und ohne Lösegeldzahlung fortgesetzt werden.

3. XDR: Sichtbarkeit über den Endpunkt hinaus

Moderne Angriffe zielen oft nicht nur auf den Laptop eines Mitarbeiters ab. Sie nutzen Identitäten, Netzwerkschnittstellen und Cloud-Workloads. Die Extended Detection and Response (XDR) Funktionalität von GravityZone korreliert Daten aus verschiedenen Quellen. Wenn ein Mitarbeiter in Berlin sich plötzlich von einer unbekannten IP anmeldet und gleichzeitig ein ungewöhnlicher Prozess auf einem Datenbankserver in der Cloud startet, schlägt das System Alarm. Diese ganzheitliche Sichtweise verkürzt die Reaktionszeit von Wochen auf Minuten.

Das Fundament: Die secunet Cloud und SysEleven

Ein Sicherheitswerkzeug ist nur so vertrauenswürdig wie die Umgebung, in der es läuft. Bitdefender GravityZone Kunden profitieren in dieser Partnerschaft von der Infrastruktur der SysEleven GmbH, einem Unternehmen der secunet Gruppe.

Was macht dieses Hosting so besonders?

  • BSI-Zertifizierung: Die Cloud-Infrastruktur ist nach ISO 27001 auf Basis von BSI IT-Grundschutz zertifiziert und verfügt über das C5-Testat (Cloud Computing Compliance Controls Catalogue). Dies ist das „Gütesiegel“, das für Behörden und Banken oft zwingend erforderlich ist.
  • OpenStack-Basis: Durch die Nutzung von Open-Source-Technologien vermeidet secunet den „Vendor Lock-in“ und erhöht die Transparenz – ein wichtiger Aspekt für die digitale Souveränität.
  • Physische Sicherheit: Die Rechenzentren befinden sich ausnahmslos in Deutschland und unterliegen den strengsten physischen Zugangskontrollen.

Die Zielgruppen: Wer profitiert am meisten?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Viele KMU haben keine eigene hochspezialisierte SOC-Abteilung (Security Operations Center). Für sie ist die Bitdefender Business Security ideal, da sie durch einen hohen Automatisierungsgrad überzeugt. Die Komplexität der Cloud-Sicherheit wird in einer einfach zu bedienenden Konsole gebündelt, die nun auch noch rechtssicher in Deutschland gehostet wird.

KRITIS und der öffentliche Sektor

Für Energieversorger, Wasserwerke oder Behörden ist die Wahl der IT-Partner keine bloße Preisfrage mehr, sondern eine Frage der nationalen Sicherheit. Die Kombination aus secunets Erfahrung in der Absicherung von Staatsgeheimnissen und Bitdefenders globaler Bedrohungsintelligenz schafft ein Sicherheitsniveau, das internationalen Standards nicht nur entspricht, sondern sie oft übertrifft.

Die Partnerschaft zwischen Bitdefender und secunet: Ein Signal für den Standort Europa

Die Partnerschaft zwischen Bitdefender und secunet ist mehr als nur ein geschäftlicher Deal. Sie ist ein Beweis dafür, dass Europa technologisch unabhängig sein kann. Unternehmen müssen nicht mehr nach Übersee blicken, um State-of-the-Art-Cybersicherheit zu erhalten.

Indem wir auf Lösungen setzen, die „Sovereign by Design“ sind, schützen wir nicht nur unsere geistigen Eigentumsrechte und Kundendaten, sondern stärken auch das digitale Ökosystem unseres Kontinents. In einer Zeit, in der Daten das neue Öl sind, ist diese Allianz die sicherste Raffinerie, die man sich wünschen kann.

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