Mit Vector FX 2.0 bringt Corel eine eigenständige KI-Anwendung auf den Markt, die Textprompts oder Bilder in saubere, vollständig editierbare SVG-Vektoren umwandelt – und zwar komplett lokal auf deinem Rechner. Keine Cloud, keine Credits, kein Abo-Modell. Stattdessen eine dauerhafte Lizenz ohne Folgekosten. Nicht überraschend erfreut sich Vector FX 2.0 daher auch einer großen Beliebtheit und die Tage hat Corel jetzt eine neue Version 2.0 vorgestellt.
Der entscheidende Punkt: Version 2.0 ist dabei nicht nur ein kleines Update, sondern eine strukturelle Erweiterung mit neuen Modellen, einer überarbeiteten Oberfläche und deutlich erweiterten Echtzeit-Kontrollen für Vektoren.
Im Folgenden bekommst du eine fundierte Einordnung – mit klarem Fokus auf die Neuerungen.
Was ist Vector FX 2.0 grundsätzlich?
Vector FX 2.0 ist eine KI-gestützte Desktop-Anwendung für Windows 10/11 (64-Bit), die Textbeschreibungen oder Bildvorlagen in skalierbare SVG-Grafiken konvertiert. Die erzeugten Vektoren sind vollständig editierbar und lassen sich direkt in Design-Workflows integrieren – insbesondere in Kombination mit CorelDRAW Graphics Suite, aber auch mit anderen Tools, die mit Vektorgrafiken arbeiten.
Die Software richtet sich an:
- Grafikdesigner
- CorelDRAW-Power-User
- Print- & Sign-Shops (Plotter, Laser, CNC)
- Illustratoren
- Marketing-Teams
- Content-Produzenten
und allgemein ambitionierte Kreative, also eine recht breite Zielgruppe.
Im Gegensatz zu vielen Web-Tools läuft dabei die gesamte Generierung lokal auf CPU oder GPU. Das bedeutet: volle Datenkontrolle und keine Uploads sensibler Inhalte, aber natürlich muss die eigene Hardware auch gewisse Voraussetzungen mitbringen.
Die wichtigsten Neuerungen in Version 2.0
1. Model Hub Integration – 18 KI-Modelle zur Auswahl
Die größte funktionale Erweiterung ist der neue Model Hub. Version 2.0 bietet Zugriff auf 18 optimierte Modellvarianten, darunter:
- Flux.1 Schnell
- Stable Diffusion 3.5 Medium
- Segmind Stable Diffusion 1B
- SDXL Turbo
Was bedeutet das konkret?
Du kannst das Modell gezielt nach Hardware-Leistung, Geschwindigkeit oder Stilistik auswählen. SDXL Turbo ist beispielsweise auf schnelle Generierung optimiert, während andere Modelle höhere Detailtiefe liefern.
Das ist ein klarer Fortschritt gegenüber Version 1.x, da du nicht mehr an eine einzige KI-Engine gebunden bist.
2. Komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
Die UI wurde grundlegend modernisiert. Ziel war höhere Klarheit und schnellere Navigation.
Verbesserungen:
- logischere Struktur der Bedienelemente
- bessere Sichtbarkeit der Vektoreinstellungen
- klar getrennte Modell-, Stil- und Kontrollbereiche
- effizientere Multi-Dokument-Verwaltung
Gerade bei komplexeren Projekten mit mehreren Varianten beschleunigt das den Workflow spürbar.
3. Echtzeit-Vektorkontrollen (Real-Time Vector Settings)
Das ist eine der stärksten Neuerungen.
Statt jedes Mal neu zu generieren, kannst du die Vektordetails unmittelbar anpassen. Parameter wie:
- Detailgrad
- Glättung
- Eckdefinition
- Farbvereinfachung
- Formvereinfachung
- Pfadgrobheit
- Knotendichte
- Flächenzusammenführung
werden in Echtzeit berechnet.
Das unterscheidet Vector FX 2.0 fundamental von klassischen Bitmap-zu-Vektor-Konvertern. Hier steuerst du die Struktur aktiv, statt nur zu vektorisieren.
Für Plotter-, CNC- oder Laseranwendungen ist das ein erheblicher Vorteil, weil du die Pfadkomplexität gezielt reduzieren kannst.
4. AI Style Presets
Neu hinzugekommen sind vordefinierte Stil-Presets, etwa für:
- Icons
- Logos
- Clipart
- Muster
- Vektorillustrationen
Das reduziert die Prompt-Komplexität erheblich. Du musst keine ausgefeilten Textbeschreibungen formulieren, um konsistente Ergebnisse zu erzielen.
Für Produktionsumgebungen mit klar definiertem Designziel ist das eine Zeitersparnis.
5. Smart Background Removal & Smart Crop
Weitere funktionale Erweiterungen:
- automatische Hintergrundentfernung
- intelligentes Zuschneiden
- optimierte Motivfokussierung
Diese Features erleichtern die Arbeit mit Foto- oder Bildvorlagen deutlich.
6. Multi-Document Gallery
Mehrere Projekte lassen sich parallel verwalten. Das ist insbesondere für Agenturen oder Produktionsumgebungen relevant, in denen Variantenbildung zum Alltag gehört.
7. Batch Generation
Version 2.0 erlaubt die Seriengenerierung von Vektoren. Das ist ein klares Produktionsfeature – etwa für Icon-Sets, Musterbibliotheken oder Varianten-Tests.
Technische Voraussetzungen
Minimal (SDXL-Turbo):
- Windows 10/11 (64-Bit)
- Intel Core 11. Gen oder AMD Ryzen (≥ 2 GHz)
- 16 GB RAM
- integrierte oder dedizierte GPU (Intel Iris Xe oder neuer)
- 5 GB Speicher
Empfohlen für GPU-Beschleunigung:
- 32 GB RAM
- NVIDIA GeForce ab 10er-Serie mit 12 GB VRAM oder Intel Arc / Iris Xe (dediziert)
- 1920×1080 oder höher
Unterstützt werden Intel-, AMD- und NVIDIA-GPUs. Die Software kann CPU- oder GPU-basiert arbeiten.
Wichtig: Oberfläche ausschließlich Englisch.
Abgrenzung zu anderen KI-Tools
Vector FX 2.0 unterscheidet sich von Cloud-basierten KI-Plattformen in mehreren Punkten:
- Vollständig lokale Verarbeitung
- Keine Nutzungsbeschränkungen
- Kommerzielle Nutzungsrechte inklusive
- Direkte SVG-Ausgabe
- Echtzeit-Vektorsteuerung statt reiner Bildgenerierung
Während viele KI-Generatoren Rasterbilder erzeugen, liegt hier der Fokus konsequent auf produktionsfähigen Vektordateien.
Integration in CorelDRAW-Workflows
Die SVG-Dateien lassen sich nahtlos in CorelDRAW weiterbearbeiten. Für Anwender der CorelDRAW Graphics Suite entsteht dadurch ein durchgängiger Workflow:
Prompt → KI-Vektor → Feinschliff → Druck/Plot → Export
Das reduziert externe Abhängigkeiten und beschleunigt Iterationsprozesse erheblich.
Lizenzmodell
Vector FX 2.0 wird als dauerhafte Lizenz angeboten („Own it forever“). Keine Abos, keine Credits. Das ist im KI-Umfeld aktuell eher untypisch und dürfte insbesondere für professionelle Anwender wirtschaftlich attraktiv sein.
Fazit Vector FX 2.0
Vector FX 2.0 ist keine Spielerei, sondern ein klar auf Produktionsumgebungen ausgelegtes Werkzeug. Die Version 2.0 erweitert das Konzept substanziell:
- 18 KI-Modelle
- Echtzeit-Vektorkontrolle
- Stil-Presets
- Batch-Generierung
- Multi-Dokument-Verwaltung
- Smart Editing-Funktionen
Für CorelDRAW-Anwender (oder andere Software dieser Art), Print- und Sign-Betriebe oder Designer, die saubere SVG-Dateien benötigen, ist das ein leistungsfähiges, lokal arbeitendes KI-Werkzeug mit klarer Ausrichtung auf Präzision und Kontrolle.
Mehr Informationen zur neuen Corel Vector FX 2.0 Version findet man hier beim Anbieter











