Beim Discounter ein Notebook kaufen?

Büro Beleuchtung ArbeitsplatzBeim Discounter ein Notebook kaufen? Wie sieht es mit der Qualität aus und lohnt es überhaupt? Aldi, Lidl, Penny & Co bieten von Zeit zu Zeit, wie der Blick in ein aktuelles Prospekt immer wieder zeigt, durchaus interessante Notebook Angebote, aber auch Drucker, Monitore, Mäuse und auch Tinte wie auch Bücher für Office, Windows oder Android finden sich. Mancher wird in PC Foren hierzu seine Nase rümpfen, aber ist das gerechtfertigt, wo doch vielleicht die aktuellen Lidl Angebote mit Notebooks so verlockend sind? Beispielsweise findet man aktuell unter den Discounter-Angeboten günstige Einsteigermodelle ab 429,- Euro, leistungsstarke Gaming Notebooks für knappe 800,- Euro oder kompakte Ultrabooks für unter 600,- Euro.

Ganz normale Notebooks von Markenherstellern

Schaut man sich die beworbenen Produkte näher an, so zeigt sich, dass Aldi vorwiegend Medion Notebooks & PCs anbietet, wie sie sich auch mitunter in ähnlicher Form im Medion Store wiederfinden. Bei Penny oder Lidl dagegen findet man oft Produkte bekannter Marken wie Acer oder HP oder auch schon mal Zubehör von Logitech und anderen Firmen. Die Produkte unterscheiden sich dabei in keiner Weise von denen, die man auch bei den bekannten Online Anbietern im Internet findet oder in anderen Elektromärkten. Von daher gibt es schon alleine deswegen keinen wirklichen logischen Grund, warum man nicht zuschlagen sollte, wenn das passende Notebook im Angebot ist.

Support vom Hersteller

Auch das HP Notebook beim Discounter gekauft ermöglicht die ganz normale Registrierung bei HP inklusive der jeweils vorhandenen Garantie und man hat über die HP Support Tools genauso Zugriff auf Treiber-Updates und nicht viel anders verhält es sich bei Acer und anderen Marken. Es gibt also keinen Grund, warum man nicht zuschlagen sollte.

In aller Regel werden dabei beim Discounter Notebooks und PCs der Einsteiger- bzw. maximal unteren Mittelklasse angeboten, wobei man bei Lidl zumindest Online auch Produkte aus der Oberklasse findet. Auch hier gilt dann, was überall gilt: Soll das Notebook längerfristig Freude machen, so sollte es gewisse Merkmale erfüllen, siehe meinen Artikel hier: „Notebook Kauf 2020 – darauf sollte man achten“.

Preisvergleich und Produkt-Datenblatt – Recherche

Rabatt / Gutscheine für Notebooks, Smartphones, Tablet PC und CoAuch vor dem Discounter-Kauf kann man vorab einen Online-Preisvergleich durchführen und auch Detailinformationen über eine Recherche, etwa „HP 15-x Produktdatenblatt“, ermitteln. Auf diese Weise bekommt man oft genauere Infos als das, was der Prospekt verrät und man kann so Fragen beantworten, welcher Speicher genau verbaut ist, wie viel Speicher die Grafikkarte hat oder ob das Display ein IPS-Panel mit besserem Blickwinkel hat. Details, die nicht zwingend immer der Prospekt verrät, die aber wichtig sind.

Während in den 90ern, mancher erinnert sich vielleicht, mitunter regelrechte Schlachten geschlagen wurden, um ein PC Angebot beim Discounter zu ergattern, geht es heute etwas ruhiger zu. In aller Regel muss man auch nicht mehr unbedingt zur Ladenöffnung vor der Tür stehen, um das Notebook zu ergattern. So hat man genug Zeit, um sich vorab ausführlich über das Wunsch-Notebook zu informieren.

Beim Discounter: Typischerweise Consumer PC, ist das ok?

In aller Regel werden beim Discounter typischerweise Consumer PCs bzw. Notebooks verkauft. Also Geräte, die für Heimanwender mit normalen Gebrauch und Anforderungen gedacht sind.

Heimanwender vs. Business-Notebook

Ein gutes Business-Notebook unterscheidet sich typischerweise vom Heimanwender-Gerät dadurch, dass dieses meist robuster gebaut und intensiver getestet wurde. Hier gibt es gewisse Tests nach Militärstandards, die ein gutes Business-Notebook erfolgreich meistern muss. Materialauswahl, gewählte Komponenten, Verarbeitung und Testverfahren sind einfach aufwendiger beim Business-Notebook. Ebenso finden sich in Business Geräten oftmals verschiedene Sicherheitsfeatures auf verschiedenen Ebenen wie z. B. ein BIOS-Schutz oder auch eine wasserabweisende Tastatur. Funktionen und Features, welche das normale Heimanwender Notebook normalerweise nicht aufweist und die ein Business-Notebook durchaus auch für Privatanwender interessant machen können.

Trotz allem ist ein Business-Notebook aber nicht zwingend. Man darf nicht vergessen, dass Business-Notebooks für eine höhere Beanspruchung im Geschäftsalltag ausgelegt sind, die man als Normalanwender seinem Gerät einfach nicht abfordert. Bei ganz normaler Nutzung und etwas Sorgfalt kann auch das ganz normale Heimanwender Notebook, auch vom Discounter, viele Jahre halten. Das kann ich sogar definitiv aus eigener Erfahrung bestätigen.

Convertible oder klassisches Notebook

Meist verkaufen Discounter eher das klassische Notebook in gewohnter Bauart, mitunter aber auch schon einmal ein 360° Convertible. Also ein Notebook, welches Scharniere aufweist, mit denen das Display umgeklappt werden kann, um es als Tablet zu nutzen oder auch um Filme, Fotos und Präsentationen im Stand- oder Zeltmodus zu betrachten. Zudem bieten sogenannte x360 – Notebooks Displays mit einem Touchscreen, der neben der Bedienung mit dem Finger meist auch einen Eingabestift unterstützt. All dies schafft neue kreative Möglichkeiten, allerdings sind Convertible auch meist 100-200 Euro teurer gegenüber vergleichbaren Standard-Geräten. Gründe dafür liegen im aufwendigeren Display, aber auch an den höheren Anforderungen an die Scharnier-Technik. Da auch ein kompaktes 13.3“ Convertible bereits meist 1.2 Kg oder mehr wiegt, eignen sich die Geräte natürlich nur bedingt als ein Tablet-Ersatz zum reinen Surfen. In der Summe bieten sie aber durchaus spürbaren Mehrwert: Die Verwendung eines Stifts lohnt sich beim Malen mit Programmen wie Painter (Essentials), da sich hier ein deutlich natürlicheres Gefühl beim Zeichnen auf dem PC als mit der Maus einstellt. Aber auch produktiv lässt sich eine Stift-Eingabe sinnvoll nutzen, ob zur schnellen Dokumentenbearbeitung inklusive handschriftlicher Anmerkungen oder auch um Skizzen oder Notizen mit OneNote, der Microsoft Whiteboard App oder anderen Programmen ganz natürlich wie auf Papier zu erfassen.

Convertibles sieht man leider noch nicht ganz so oft bei Discounter-Angeboten, aber mit der zunehmenden Beliebtheit kann sich dies durchaus ändern.

Fazit: Beim Discounter ein Notebook kaufen?

mobile Computer: Tablet. 2in1 Devices. Notebooks und SmartphonesAlles hängt immer von den eigenen Anforderungen und Ansprüchen ab. Der Business-Anwender mit hohen Ansprüchen, der ein belastbares Notebook mit Sicherheitsfeatures sucht, ist sicher immer besser im Fachhandel aufgehoben. Der normale Privatanwender kann aber ohne Probleme auch beim Discounter zuschlagen, wenn ein gutes Angebot kommt, denn letztlich wird auch hier in aller Regel nur das verkauft, was die großen Namen auch anderswo anbieten.

Informieren über Preis und Ausstattung sollte man sich aber auch beim Discounter, denn nicht jedes angepriesen Schnäppchen ist auch eins. Auch das Discounter Notebook sollte dabei aktuell sein und schnell genug für die eigenen Wünsche. Ist das alles gegeben und man ist gut informiert, so spricht natürlich nichts dagegen.

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