Warum „Free-to-play Games“ so erfolgreich sind

Der Gamingmarkt befindet sich in einem ständigen Wandel. Während früher Konsole und Game Boy das A und O beim „digitalen Spielen“ waren, stehen den Gamern heute Dutzende Plattformen und Spielearten zur Verfügung. Natürlich wird noch immer gerne auf Konsole oder Computer gezockt, doch immer mehr Menschen spielen Games auf ihren Smartphones.

Tablet PC und Games

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In den App-Stores von Apple und Google stehen den Nutzern Tausende Spiele zum Download bereit. Während manche Spiele nur kleine Arcade-Games sind, die von kleinen Spieleentwicklern auf den Markt gebracht wurden und keinen oder wenig Gewinn generieren, werden mit Spielen der großen Entwickler teilweise Milliarden umgesetzt. Es gibt inzwischen Spiele für jede Zielgruppe. Neben Erweiterungen beleibter PC-Games wie FIFA, Fortnite und Battlefield sind besonders die eigenständigen Free-to-play Games beliebt. Der Name ist dabei etwas irreführend.

Free to Play Games

Inzwischen setzen immer mehr Herausgeber auf das Modell der Gratisspiele. Ähnlich wie bei Freeware-Games sind Free-2-play Games ohne Kosten in den verschiedenen App Stores erhältlich. Es handelt sich dabei meist um Multiplayer Games, die online gezockt werden. Zu Beginn machen die meisten Free-to-play Games viel Spaß und animieren durch schnellen Spielfortschritt zum Weiterspielen. Dies ist von den Entwicklern auch so gewollt. Nach einer gewissen Zeit wird es aber schwer, schnellen Spielfortschritt zu erreichen. Um diesem entgegenzuwirken und schnell den neusten Charakter oder die neueste Waffe zu erhalten, ist es bei diesen Spielen möglich, Vorteile oder virtuelle Gegenstände mit realem Geld zu erwerben.

Mikrotransaktionen

Um schnellen Fortschritt zu erreichen oder die neusten Gegenstände oder Charaktere zu nutzen, können Spieler kleine Geldbeträge mit Kreditkarte, Paypal oder einem Prepaid-Verfahren zahlen. Diese kleinen Zahlungen werden Mikrotransaktionen genannt. In manchen Spielen sind diese Transaktionen nicht so wichtig, da man auch durch Spielgeschick gute Fortschritte erreichen und auch mit Spielern, die Geld in das Spiel investiert haben, mithalten kann. In manch anderen Spielen kann man nur zu den Besten gehören, wenn man Geld investiert. Kritiker sprechen in diesem Fall von Pay-to-win spielen.

Balance zwischen Spaß und Umsatz

Die Entwickler versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Spaß und Umsatz zu schaffen. Es sollen keinesfalls Spieler aufgrund mangelnder Konkurrenzfähigkeit zu früh die Lust am Spiel verlieren, aber auch nicht die Spieler verärgert werden, die regelmäßig Geld in die Spiele investieren. Das oberste Ziel ist es also, dass Spieler auch ohne Geld zu zahlen Spaß haben, die Spieler, die Geld investieren, aber immer ein bisschen erfolgreicher im Game abschneiden.

Rasantes Umsatzwachstum

World of Gaming

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Mobile Free-to-play Spiele sind aktuell der Umsatztreiber auf dem Spielemarkt. 2019 wurden fast 110 Milliarden Dollar für digitale Spiele ausgegeben. 64 Milliarden US-Dollar, also mehr als die Hälfte, wurde vom Mobile-Markt generiert. 80 Prozent des Gesamtumsatzes entfiel auf die Free-to-play Spiele. Dank Titeln wie Candy Crush Saga oder Pokemon Go konnte der Mobile-Anteil bei den Free-2-Play-Umsätzen auf 74% gesteigert werden. 6 der 10 Umsatzstärksten Titel entfallen auf den Handybereich. Der Bereich des Gamings wächst rasant an. Heute sind die besten und bekanntesten Gamer mit dem Spielen und Übertragen von F2P-Spielen reich geworden

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