Googlebook soll eine neue Notebook-Kategorie schaffen. Statt einfach nur ein weiteres Chromebook zu sein, verbindet Google dabei ChromeOS mit Android, Gemini und leistungsfähiger Notebook-Hardware. HP gehört mit zu den ersten Herstellern und bringt mit dem HP Googlebook 14c ein 14-Zoll-Notebook auf den Markt, das vor allem beim Zusammenspiel mit Android-Smartphones neue Wege gehen soll.
Interessant ist dabei nicht nur die Software. Das HP Googlebook 14c-cf0755ngx setzt auf einen Snapdragon X Elite, 16 GB Arbeitsspeicher, eine 512-GB-SSD und ein 3K-OLED-Touchdisplay mit 120 Hz. Das Notebook wiegt lediglich 1,24 kg.
Was ist ein Googlebook?
Googlebook ist die Bezeichnung für eine neue Notebook-Kategorie von Google. Die Geräte sollen die Vorteile von ChromeOS mit der Android-Welt und den KI-Funktionen von Gemini verbinden.
Zum Start arbeiten dafür mehrere bekannte Notebook-Hersteller mit Google zusammen. Zu den ersten Partnern gehören Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo. Die Geräte beginnen laut Google bei 899 US-Dollar und sollen je nach Modell hochwertige Materialien, schnelle Displays, moderne Prozessoren und leistungsfähige NPUs bieten.
Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Chromebook liegt damit weniger in einer einzelnen Hardwarekomponente als im Gesamtkonzept. Googlebook soll stärker darauf ausgelegt sein, Smartphone, Notebook und KI-Funktionen als zusammenhängendes System zu nutzen.
Das HP Googlebook 14c-cf0755ngx im Überblick
HP setzt beim HP Googlebook 14c-cf0755ngx auf eine ziemlich üppige Ausstattung. Im Mittelpunkt steht der Qualcomm Snapdragon X Elite X1E-80-100 mit zwölf Prozessorkernen und bis zu 4,0 GHz. Dazu kommen 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und eine 512 GB große PCIe-Gen4-NVMe-SSD. Das HP Googlebook 14c-cf0755ngx gehört damit zur oberen Liga der neuen Googlebook Notebooks.
Die wichtigsten technischen Daten des HP Googlebook 14c-cf0755ngx:
- Display: 14 Zoll, 3K OLED, 2880 × 1800 Pixel
- Bildwiederholrate: bis zu 120 Hz
- Touchscreen: ja, Multi-Touch
- Prozessor: Snapdragon X Elite X1E-80-100
- CPU: 12 Kerne, bis zu 4,0 GHz
- NPU: Qualcomm Hexagon mit 45 NPU-TOPS
- Arbeitsspeicher: 16 GB LPDDR5X
- SSD: 512 GB PCIe Gen4 NVMe
- Grafik: integrierte Qualcomm Adreno GPU
- WLAN: Wi-Fi 7
- Bluetooth: 5.4
- Gewicht: 1,24 kg
- Akku: 70 Wh
- Betriebssystem: ChromeOS
Das HP-Modell ist damit technisch deutlich näher an einem modernen Premium-Notebook als an dem, was man früher typischerweise mit einem günstigen Chromebook verbunden hat. HP gibt außerdem ein Gehäuse aus Aluminium in der Farbe Atmospheric Blue und eine Bauhöhe von lediglich 1,09 cm an.
Das 3K-OLED-Display des HP Googlebook 14c-cf0755ngxist eines der Highlights
Beim Display spart HP nicht. Das 14-Zoll-Panel löst mit 2880 × 1800 Pixeln auf und arbeitet mit bis zu 120 Hz. Es handelt sich um ein OLED-Touchdisplay mit 100 Prozent DCI-P3-Farbraumabdeckung.
Interessant ist auch die hohe HDR-Helligkeit. HP nennt bis zu 1.100 Nits im HDR-Betrieb und 500 Nits für SDR. Das Display besitzt außerdem Gorilla Glass 3 und ein Seitenverhältnis von 16:10.
Für ein kompaktes Arbeits-Notebook ist das eine interessante Kombination. Das Format bietet etwas mehr vertikalen Platz als ein klassisches 16:9-Display, während OLED vor allem bei Kontrast und Schwarzwert Vorteile bietet.
Snapdragon X Elite und 45-TOPS-NPU
Der Snapdragon X Elite ist bei Windows-Notebooks bereits bekannt. Im HP Googlebook 14c-cf0755ngx arbeitet der Prozessor allerdings mit ChromeOS zusammen.
Besonders interessant ist die integrierte NPU. HP nennt für den Qualcomm Hexagon-Beschleuniger 45 NPU-TOPS. Damit steht ausreichend spezialisierte Rechenleistung für lokale KI-Funktionen zur Verfügung, wobei die tatsächliche Nutzung natürlich von der jeweiligen Software abhängt.
Google entwickelt das System ausdrücklich für Gemini Intelligence und möchte KI-Funktionen nicht einfach als zusätzliches Programm anbieten, sondern direkt in den Arbeitsablauf integrieren.
Gemini sitzt direkt im Notebook
Google nennt mehrere Funktionen, die zeigen sollen, wohin die Reise bei Googlebook geht.
Magic Pointer soll Gemini direkt mit dem verbinden, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist. Statt zwischen Anwendungen und einem KI-Chat hin- und herzuwechseln, soll der Nutzer beispielsweise Text übersetzen oder Informationen auf dem Bildschirm bearbeiten können.
Rambler wiederum verwandelt gesprochene Gedanken in strukturierte Texte. Aus Notizen, Aufgaben oder frei gesprochenen Ideen sollen beispielsweise Überschriften, Checklisten und andere strukturierte Inhalte entstehen.
Mit Create My Widget soll sich der Desktop außerdem durch einfache Beschreibung anpassen lassen. Der Nutzer beschreibt, was er benötigt, und Googlebook erstellt daraus ein passendes Widget.
Wichtig finde ich dabei einen Punkt: Google beschreibt Gemini nicht als ständig selbstständig handelndes System. Magic Pointer soll beispielsweise erst aktiv werden, wenn der Nutzer es anfordert, und lässt sich abschalten.
Android-Smartphone und Notebook wachsen zusammen
Hier könnte das Googlebook für viele Android-Nutzer besonders interessant werden.
Googlebook basiert auf einer gemeinsamen technischen Grundlage mit Android. Beim Einrichten sollen unter anderem Einstellungen, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netzwerke und Nachrichten vom Android-Smartphone übernommen werden können. Google gibt dabei eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für diese Übertragung an.
Danach stehen mehrere Funktionen zur Verfügung, die Smartphone und Notebook enger miteinander verbinden.
Continue On
Mit Continue On soll sich eine Aufgabe, die auf dem Smartphone begonnen wurde, auf dem Notebook fortsetzen lassen. Das kann beispielsweise ein Projekt in einer mobilen App sein, das anschließend am größeren Bildschirm weiterbearbeitet wird.
Files
Die Dateien-App soll Zugriff auf Dateien und Fotos des verbundenen Smartphones ermöglichen. Damit entfällt zumindest bei entsprechenden Dateien das klassische Hin- und Herschicken per E-Mail oder das manuelle Kopieren.
Cast My Apps
Mit Cast My Apps können Android-Apps in einem Fenster auf dem Notebook dargestellt und bedient werden. Das kann beispielsweise praktisch sein, wenn eine bestimmte Smartphone-App keine vollständige Desktop-Version besitzt.
Genau diese Integration könnte langfristig einer der interessanteren Aspekte des Googlebook-Konzepts werden. Wer ohnehin ein Android-Smartphone nutzt, soll nicht mehr zwischen zwei getrennten Geräten arbeiten müssen.
Chrome, Play Store und klassische Anwendungen
Das Googlebook beschränkt sich gleichzeitig nicht auf Android-Apps. Zum Konzept gehört ein Desktop-Chrome-Browser mit Erweiterungen sowie der Zugriff auf den Google Play Store. Google nennt unter anderem Adobe Photoshop, Adobe Lightroom und CapCut als Beispiele für Anwendungen, die auf Googlebook genutzt werden können. Auch Streaming-Angebote und Android-Spiele gehören zum Konzept.
Für Spieler interessant: Google will bei jedem Googlebook außerdem ein Jahr GeForce NOW anbieten. Damit wird allerdings nicht aus einem 1,24 kg schweren Notebook automatisch ein Gaming-PC. Die eigentliche Rechenleistung für entsprechende Spiele kommt in diesem Fall aus der Cloud.
Auch Entwickler sollen auf ihre Kosten kommen
Google integriert mit Antigravity eine KI-Agenten-Entwicklungsumgebung. Entwickler sollen damit Apps direkt auf dem Gerät erstellen, testen und bereitstellen können. Darüber hinaus soll Googlebook eine vollständige Terminal-Umgebung bieten. Damit lassen sich beispielsweise Entwicklungswerkzeuge wie Claude Code oder die Antigravity CLI nutzen.
Das ist ein wichtiger Punkt, denn ChromeOS hatte lange den Ruf, vor allem für Browser- und Office-Aufgaben gedacht zu sein. Googlebook versucht offenbar, diese Grenze deutlich weiter zu verschieben.
Sicherheit bleibt ein wichtiger Bestandteil
Bei der Sicherheitsarchitektur orientiert sich Googlebook an ChromeOS. Google nennt unter anderem einen Google-Titan-Hardware-Root-of-Trust, eine mehrschichtige Sicherheitsarchitektur und eine Malware-Erkennung direkt auf dem Gerät.
Eine Besonderheit ist außerdem ein zertifizierter pKVM-Hypervisor. Er soll eine isolierte Linux-Umgebung ermöglichen, in der Entwickler Terminal-Werkzeuge, Code-Repositories und autonome Agenten ausführen können.
Das ist gerade aus Sicht von Entwicklern interessant, weil Linux-Werkzeuge damit stärker vom eigentlichen System getrennt werden können.
HP Googlebook 14c-cf0755ngx: Anschlüsse und Ausstattung
Beim Anschlussangebot zeigt sich allerdings auch, dass das Gerät konsequent auf ein schlankes mobiles Konzept ausgelegt ist.
HP verbaut zwei USB-C-Anschlüsse mit 10 Gbit/s, USB Power Delivery und DisplayPort 1.4 sowie eine kombinierte Kopfhörer-/Mikrofonbuchse. Kartenleser oder klassische USB-A-Anschlüsse sind in den angegebenen technischen Daten nicht aufgeführt.
Wer viele Geräte anschließen möchte, dürfte deshalb relativ schnell zu einem USB-C-Hub oder einer Dockingstation greifen.
Dafür ist bei der drahtlosen Verbindung bereits Wi-Fi 7 an Bord. Bluetooth 5.4 gehört ebenfalls zur Ausstattung.
1,24 kg und 70-Wh-Akku
Das geringe Gewicht ist einer der Punkte, die mir beim HP Googlebook 14c besonders auffallen. Mit 1,24 kg ist das Gerät für ein 14-Zoll-Notebook ausgesprochen mobil.
Gleichzeitig steckt ein 70-Wh-Akku im Gehäuse. Google spricht bei der Googlebook-Kategorie von bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit. Die tatsächliche Laufzeit hängt natürlich stark von Anwendung, Displayhelligkeit und Nutzung ab.
HP unterstützt außerdem Schnellladen. Laut Hersteller sollen etwa 50 Prozent Akkuladung innerhalb von 45 Minuten möglich sein.
Ein kleines Detail sollte man beim Kauf allerdings beachten: Das 65-W-Netzteil ist laut HP separat erhältlich.
12 Monate Google AI Pro inklusive
Google kombiniert die neue Hardware mit einem umfangreichen Softwarepaket. Zum Lieferumfang der Googlebooks gehört laut Google ein Jahr Google AI Pro. Enthalten sind unter anderem erweiterte Gemini-Funktionen und 5 TB Cloud-Speicher.
Zusätzlich nennt Google drei Monate YouTube Premium und weitere Softwareangebote. HP führt für das Googlebook 14c ebenfalls zwölf Monate Google AI Pro als enthaltenen Cloud-Service auf.
Was kostet das HP Googlebook 14c?
Auf der deutschen HP-Produktseite wird das Modell in der hier beschriebenen Ausstattung mit 1.399 Euro inklusive Mehrwertsteuer geführt. Damit ist das HP Googlebook 14c kein günstiges Chromebook. Es richtet sich eher an Nutzer, die ein hochwertiges, sehr mobiles Notebook suchen und gleichzeitig die Kombination aus Android, ChromeOS und Gemini nutzen möchten.
Für wen könnte das HP Googlebook 14c-cf0755ngx interessant sein?
Das Konzept ist vor allem dann interessant, wenn mehrere Dinge zusammenkommen: Du nutzt ein Android-Smartphone, arbeitest viel mobil und möchtest KI-Funktionen möglichst direkt in deinem normalen Arbeitsablauf nutzen.
Auch für Entwickler ist das Gerät interessanter, als der Begriff Googlebook zunächst vermuten lässt. Terminal, Linux-Umgebung, moderne ARM-Hardware und NPU-Unterstützung machen das Gerät grundsätzlich auch für KI- und Softwareentwicklungsaufgaben interessant.
Weniger passend dürfte es dagegen für Anwender sein, die zwingend bestimmte klassische Windows-Programme benötigen. ChromeOS bleibt ChromeOS. Auch wenn Google das System mit Android-Apps, Linux und Cloud-Diensten deutlich vielseitiger macht, ersetzt es nicht automatisch einen Windows-PC.
Mein Fazit: Googlebook ist mehr als ein neues Chromebook
Das HP Googlebook 14c ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Google sich die nächste Generation mobiler Computer vorstellt. Die Hardware ist mit Snapdragon X Elite, 16 GB RAM, 512-GB-SSD und einem hochwertigen 3K-OLED-Touchdisplay durchaus auf Premium-Niveau.
Spannender finde ich allerdings die Softwareseite. Google versucht, Android-Smartphone, Notebook, Play Store, Chrome, Gemini und lokale KI-Hardware zu einem zusammenhängenden System zu verbinden.
Ob Googlebook tatsächlich eine eigenständige Notebook-Kategorie etabliert, muss sich erst zeigen. Das Konzept ist aber nachvollziehbar: Das Smartphone ist für viele Nutzer längst ein wichtiger Teil des digitalen Alltags. Warum sollte es beim Notebook weiterhin wie ein völlig getrenntes Gerät behandelt werden?
Beim HP Googlebook 14c kommen dazu ein sehr geringes Gewicht, ein starkes OLED-Display und eine moderne ARM-Plattform. Der Preis von 1.399 Euro macht allerdings deutlich, dass HP das Gerät nicht als günstige Alternative zum klassischen Chromebook positioniert.
Für Android-Nutzer, die ein hochwertiges mobiles Notebook suchen und sich auf ChromeOS und die neue Gemini-Integration einlassen möchten, ist das HP Googlebook 14c deshalb vor allem eines: ein ziemlich interessanter Blick darauf, wie sich Notebook und Smartphone künftig stärker miteinander verbinden könnten.













