Windows bietet jede Menge Komfort, sammelt dabei aber auch zahlreiche Daten und aktiviert Funktionen, die nicht jeder Nutzer benötigt. Wer selbst entscheiden möchte, welche Windows-Dienste Daten erfassen oder mit Microsoft und anderen Diensten kommunizieren dürfen, bekommt mit O&O ShutUp10 ein praktisches Werkzeug an die Hand.
Mit der jetzt veröffentlichten Version 3.6.1135 baut O&O die kostenlose Datenschutz-Software weiter aus. Neu sind unter anderem zusätzliche Einstellungen rund um das neue Outlook, eine bessere Filtermöglichkeit sowie neun weitere Programmiersprachen. Gleichzeitig wurden zahlreiche Fehler behoben und die technische Basis aktualisiert.
Was ist O&O ShutUp10?
O&O ShutUp10 richtet sich an Windows-Nutzer, die die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen ihres Systems nicht mühsam an verschiedenen Stellen zusammensuchen möchten. Das Programm bündelt viele entsprechende Optionen in einer übersichtlichen Oberfläche.
Statt zahlreiche Einstellungen in Windows 10 oder Windows 11 einzeln aufzuspüren, kannst du mit wenigen Klicks festlegen, welche Funktionen aktiviert bleiben sollen und welche du lieber abschaltest. Das betrifft beispielsweise Telemetrie, bestimmte Datenübertragungen, App-Berechtigungen oder Funktionen, die für den Komfort von Windows sorgen, aus Sicht des Datenschutzes aber nicht unbedingt notwendig sind.
Praktisch ist dabei, dass O&O ShutUp10 nicht einfach pauschal alles deaktiviert. Die Software gibt Empfehlungen zu den einzelnen Einstellungen und zeigt damit an, welche Änderungen normalerweise unproblematisch sind.
O&O ShutUp10 3.6.1135: Das ist neu
Die neue Version ist weniger ein großer optischer Neustart als vielmehr eine konsequente Weiterentwicklung. Einige Neuerungen dürften im Alltag trotzdem durchaus praktisch sein.
Mehr Kontrolle über das neue Outlook
Microsoft versucht seit einiger Zeit, Nutzer stärker auf das neue Outlook zu lenken. O&O ShutUp10 3.6.1135 bietet nun zusätzliche Möglichkeiten, damit umzugehen.
Neu sind Einstellungen, mit denen sich der Schalter beziehungsweise die Möglichkeit zum Wechsel auf das neue Outlook ausblenden lässt. Außerdem kann die automatische Umstellung auf das neue Outlook verhindert werden.
Das ist vor allem für Nutzer interessant, die bewusst bei ihrer bisherigen Mail-Lösung bleiben möchten und nicht bei jeder Änderung von Windows oder Microsoft mit einem weiteren Produktwechsel konfrontiert werden wollen.
Einstellungen lassen sich besser filtern
O&O ShutUp10 bietet inzwischen eine ganze Reihe von Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen. In der neuen Version wird es deshalb einfacher, die passende Option zu finden.
Die Einstellungen können jetzt nach Kategorien gefiltert werden. Das funktioniert auch im Bearbeitungsmodus. Zusätzlich erklärt das Suchfeld besser, welche Filtermöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Gerade für Nutzer, die nicht einfach alle empfohlenen Einstellungen übernehmen, sondern gezielt einzelne Bereiche von Windows anpassen möchten, ist das eine sinnvolle Verbesserung.
Neun zusätzliche Sprachen
O&O hat außerdem die Sprachunterstützung deutlich erweitert. Neu hinzugekommen sind Tschechisch, Koreanisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch für Portugal und Brasilien, Türkisch, Ukrainisch sowie traditionelles Chinesisch.
Damit ist O&O ShutUp10 inzwischen in einer ganzen Reihe von Sprachen verfügbar. Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch und vereinfachtes Chinesisch waren bereits vorhanden.
Auch unter der Oberfläche wurde einiges verbessert
Ein großer Teil der Änderungen steckt allerdings nicht in neuen Funktionen, sondern in technischen Verbesserungen. Die Software basiert jetzt auf .NET 10. Außerdem wurde an der Erkennung und Behandlung von Secure-Boot-Zertifikaten gearbeitet.
Auch die Zusammenarbeit mit Microsoft Defender wurde verbessert. O&O weist jetzt deutlicher darauf hin, wenn der Manipulationsschutz von Defender bestimmte Einstellungen wieder zurücksetzt. In der Premium Edition werden solche Änderungen außerdem protokolliert.
Daneben wurden zahlreiche kleinere Probleme behoben. Dazu gehören unter anderem Darstellungsfehler, Probleme mit Fensterposition und Fenstergröße, Verbesserungen bei Übersetzungen und Tastenkürzeln sowie verschiedene Fehler bei Programmneustarts und Diagnoseinformationen.
Edge-Einstellungen funktionieren wieder zuverlässiger
Interessant ist auch eine konkrete Fehlerkorrektur für Microsoft Edge. Einstellungen, mit denen sich die Edge-Suchleiste deaktivieren lässt, funktionieren nun auch mit aktuellen Edge-Versionen wieder korrekt.
Wer diese Einstellung bereits in einer älteren Version von O&O ShutUp10 gesetzt hatte, muss sie allerdings erneut anwenden.
O&O ShutUp10 bleibt portable Freeware
Ein Punkt, den ich bei O&O ShutUp10 weiterhin besonders praktisch finde: Die kostenlose Version muss nicht einmal installiert werden.
Du kannst die Software herunterladen und direkt ausführen. Es wird keine zusätzliche Software mitinstalliert und auch keine unnötige Zusatzsoftware nachgeladen. Für ein Windows-Tool, das eigentlich mehr Kontrolle über das eigene System ermöglichen soll, ist das eine durchaus passende Lösung.
Die kostenlose Version eignet sich damit vor allem für Nutzer, die ihre Windows-Datenschutzeinstellungen einmal gezielt konfigurieren und anschließend selbst im Blick behalten möchten.
Was bringt O&O ShutUp10 Premium?
Wer seine Einstellungen nicht nur einmal setzen, sondern dauerhaft überwachen lassen möchte, kann zur O&O ShutUp10 Premium Edition greifen.
Der entscheidende Unterschied: Premium kann die gewünschten Einstellungen automatisch überwachen und bei Änderungen wiederherstellen. Das ist insbesondere nach größeren Windows-Updates interessant, wenn Microsoft bestimmte Einstellungen verändert oder wieder aktiviert.
In der kostenlosen Version musst du solche Änderungen selbst kontrollieren und gegebenenfalls erneut anwenden. Premium übernimmt diesen Teil automatisch.
Für wen ist O&O ShutUp10 interessant?
O&O ShutUp10 ist vor allem für Windows-Nutzer interessant, die sich nicht darauf verlassen möchten, dass die Standardeinstellungen von Windows automatisch ihren persönlichen Vorstellungen von Datenschutz entsprechen.
Dabei geht es nicht darum, Windows möglichst weitgehend abzuschotten. Viel sinnvoller ist es, sich die einzelnen Einstellungen anzusehen und nur das zu deaktivieren, was man tatsächlich nicht benötigt. Genau dabei hilft die Empfehlungssystematik von O&O ShutUp10.
Wer beispielsweise bestimmte Komfortfunktionen von Windows nutzt, kann diese gezielt aktiviert lassen. Wer dagegen möglichst wenig Telemetrie und Datenübertragung möchte, kann entsprechende Einstellungen gezielt anpassen.
Mein Fazit
O&O ShutUp10 3.6.1135 ist kein spektakuläres Update, aber ein sinnvolles. Besonders die zusätzlichen Optionen rund um das neue Outlook und die verbesserten Filtermöglichkeiten sind im Alltag nützlich. Dazu kommen zahlreiche Detailverbesserungen, eine aktualisierte technische Basis und eine deutlich erweiterte Sprachauswahl.
Interessant bleibt vor allem das Grundprinzip der Software: Statt sich durch zahlreiche Windows-Menüs zu arbeiten, bekommst du viele relevante Datenschutzoptionen an einer zentralen Stelle. Und weil die kostenlose Version portabel ist, lässt sich O&O ShutUp10 unkompliziert ausprobieren.
Wenn du Windows 10 oder Windows 11 nutzt und selbst entscheiden möchtest, welche Datenschutzfunktionen aktiviert bleiben, ist die neue Version daher einen Blick wert.
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