Buchtipps zum Delphi lernen und anwenden

Embarcardero hat vor Kurzem die kostenlose Delphi Community Edition veröffentlicht. Diese verfügt über einen Großteil der Funktionen der kommerziellen Version inklusive der Möglichkeit Plattform-übergreifende Anwendungen für Android und iOS zu erstellen. Man darf sogar kommerziell damit arbeiten, zumindest so lange der Ertrag aus dieser kommerziellen Delphi Programm nicht 5.000 Dollar (Euro?) überschreitet. Also eine sehr großzügige kostenlose Delphi Version, mit der man schon allerlei anfangen kann. Hätte man sich schon früher gewünscht, um mal wieder Nachwuchs Programmierer zu gewinnen, aber besser spät wie nie.

Delphi verwendet Pascal, ursprünglich mal als Sprache zum Lernen gedacht. Entsprechend sind die Grundprinzipien davon aber relativ einfach. Aber natürlich kamen Sprachelemente hinzu und Delphi als solches ist relativ komplex geworden, dennoch ist die Delphi Entwicklungsumgebung aber sicherlich eine der noch am einfachsten, gleichzeitig aber auch mächtigsten Entwicklungsumgebungen und es kann richtig Spaß machen, damit zu arbeiten. Offensichtlich sehen das andere auch so, denn das Buchangebot allgemein hat sich in den letzten Jahren etwas verbessert.

Einige Bücher zu Delphi habe ich bereits hier bei der Vorstellung der Delphi Community Version vorgestellt. Hier noch einige weitere, die es teilweise auch als Kindle eBooks gibt. Persönlich würde ich eventuell in diesem Fall aber eher zur Papierform greifen.

Grundkurs Programmieren mit Delphi: Systematisch programmieren lernen für Einsteiger

Dieser Grundkurs ist von 2016, sollte also neu genug sein, damit man dieses auch auf die aktuelle Delphi Community Edition anwenden kann. Zusätzlich zu den Grundlagen, die im Buch erklärt werden, gibt es wohl auch eine Online-Ressource zum Buch mit ca. 100 Delphi-Projekte zu allen Programmbeispielen. Ein Einsteiger-Lehrbuch, bei dem „vielfältige Benutzeroberflächen programmiert werden, Simulationen und Grafik finden statt, Textverarbeitung und der Umgang mit Datenbeständen werden vorgeführt, aber auch das Rechnen kommt nicht zu kurz.“.

Grundkurs Programmieren mit Delphi: Systematisch programmieren lernen für Einsteiger gibt es ab 29,90 Euro und ist hier bei Amazon verfügbar.

Cross-Platform Development mit Delphi 10.2 & FireMonkey für Windows, MAC OS X (macOS) & Linux Taschenbuch


Ein Buch, welches alle anspricht, die nicht nur für Windows entwickeln möchten, sondern Plattform-übergreifend. Delphi stellt hierfür ja die Werkzeuge und Bibliothek (FireMonkey) zur Verfügung. Das Buch ist gedacht für alle, die „die erstmals mit FireMonkey ihre Programme Plattform-übergreifend für Windows, MAC OS X (macOS) und Linux entwickeln wollen“, aber schon grundsätzlich Erfahrung mit Delphi und VCL haben. Es ist nicht gedacht für absolute Delphi Einsteiger.

Interessant, aber ein gewisses Wissen sollte wohl bereits vorhanden sein, oder aber man ist einfach mutig und arbeitet sich ein.

Das Cross-Platform Development mit Delphi 10.2 & FireMonkey für Windows, MAC OS X (macOS) & Linux Taschenbuch gibt es hier bei Amazon

Object Pascal Handbook von Marco Cantu

Das Buch ist von 2015, wird aber weitgehend noch passen, da es sich auf Object Pascal, also die grundlegende Sprache fokussiert. Geschrieben ist es von Marco Cantu, der ein sehr bekannter Delphi Entwickler ist und seit einigen Jahren auch Product Manager bei Embarcadero. Man kann von dem Buch entsprechend einiges erwarten, allerdings gibt es dieses nur in englisch. Wer dies einigermaßen hinbekommt, der findet hier ein gutes Basis Buch zu Object Pascal.

Das Object Pascal Handbook gibt es hier bei Amazon

Coding in Delphi

Nick Hodges ist ein weiterer Delphi Veteran, der auch lange für Borland/Embarcadero etc. gearbeitet hat. In Coding für Delphi geht es um Programmierungsfeatures und Techniken wie Generics, Interfaces, Exception, Handling, Anonymous Methods, Collections, RTTI, Enumerators, Attributes, Dependency Injection and Unit Testing. Also Grundlagen elementarer Techniken und Features der Programmierung mit Delphi, aber sicherlich kein Buch, in dem die Basics der Programmierung beschrieben werden. Hello World wird man hier sicher nicht finden. Ein wenig Basis-Wissen sollte hier sicherlich schon vorhanden sein, aber im Grund beschreibt das Buch Dinge, die man möglichst früh beim Programmieren verinnerlichen und berücksichtigen sollte. Dass das Buch von 2014 ist, sollte aufgrund der Thematik kein Problem sein. Englisch Kenntnisse sind bei diesem Buch in englischer Sprache natürlich notwendig.

Coding in Delphi findet man hier bei Amazon

More Coding in Delphi von Nick Hodges

Im diesem Buch, quasi eine Fortsetzung, geht es ganz klar um das Erlernen sauber Coding-Techniken – „design patterns like the Factory, Observer, Adapter, Decorator, and Command Patterns.“, also wie man sauberen und möglichst fehlerfreien Code produziert und einiges mehr. Bekommt sehr gute Bewertungen, aber auch hier sollte man englisch können.. Das Buch ist von 2015, aufgrund der Thematik, sollte dies aber auch hier kein Problem sein, da es ja eher um Grundlagen geht. Englisch sollte man auch hier können, zumindest ausreichend.

More Coding in Delphi von Nick Hodges gibt es hier bei Amazon

Delphi in Depth: ClientDataSets 2nd Edition von Cary Jensen Ph.D

Ein spezielles Thema behandelt dieses Buch vom erfahrenen Cary Jensen, denn hier geht es um In-memory TDataSets. Das Buch ist von 2015 und berücksichtigt neben dem Klassiker InterBase auch bereits FireDac.

Delphi in Depth: ClientDataSets 2nd Edition von Cary Jensen Ph.D gibt es hier bei Amazon

Zusammen mit den bereits vorgestellten Büchern gibt es erfreulicherweise doch mittlerweile wenigstens ein paar aktuelle Bücher mehr zu Delphi. Könnte mit vorstellen, dass dank der Delphi Community Edition dies sich noch weiter positiv verändert, wenn die kostenlose Delphi Version wieder mehr Programmierer anzieht.

Allgemein lässt sich ein gewisser Trend entdecken, dass doch wieder mehr Technik-Begeisterte Interesse an „echter“ Software und auch Programmierung haben und einfach ein wenig mehr erwarten als nur Simple-Apps mit Wischen und Tippen. Smartphones und Apps haben sicher ihren Platz, aber ein Ersatz für anspruchsvollere Software sind sie nicht.

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