Google plant Updates, zu viel SEO kann dann schaden

Google plant in den kommenden Wochen ein Update für seine Algorithmen, über-optimierte Webseiten ohne konkreten Inhalt zu einem bestimmtem Thema sollen so weniger Bedeutung bekommen. Konkret bedeutet dies, dass Seiten, die zwar häufig bestimmte Suchwörter enthalten oder nur aus weiterführenden Links zu einem Thema bestehen, aber ansonsten wenig inhaltlich zukünftig ein schlechteres Ranking bekommen sollen. Damit versucht Google weiter die Qualität seiner Suchergebnisse zu verbessern, in dem Webseiten mit wirklichen Inhalten entsprechend besser berücksichtigt werden.

Was bedeutet dies für den Webmaster? für alle Blogger und Webseitenbetreiber, die Texte online stellen?

Eigentlich bedeutet dies nur, was eigentlich schon immer galt und letztlich auch gut für den Leser ist. Natürlich sollte man klar machen, für wenn der Text gedacht ist, und welche Suchbegriffe relevant sind. Wenn Sie einen Text über Google schreiben, so sollte das Wort Google auch in angemessenen Maß berücksichtigt werden, denn jemand, der nach Google sucht, sollte ihren Artikel natürlich auch finden können. Aber übertreiben sollte man es natürlich auch nicht, wesentlich ist auch – außer bei Kurzmeldungen – eine angemessene Artikellänge, ganze Sätze, also Artikel, welche nicht nur aus Aufzählungspunkten bestehen. Berücksichtigt man dies – also dass man einfach einen echten Text schreibt, bei dem die einem am Herzen liegenden Suchbegriffe angemessen, aber nicht übertrieben, vorkommen, so ergibt sich in der Regel eine anständige Google Position von alleine, es muss ja nicht immer die Position Nr. 1 sein. Ich persönliche klicke auch keineswegs nur die ersten drei gefundenen Einträge an, vielmehr auch achte ich auf die drei Zeilen, die darunter stehen und was diese mir verraten über den Artikel. Daneben zählt für mich auch durchaus die Adresse und was diese mir in Bezug auf die Vertrauenswürdigkeit andeutet, was natürlich nicht immer leicht zu beurteilen ist.
Wichtig bei einem Artikel ist auch deswegen auch immer die Einleitung, also die Zeilen, die Google (und andere) unter dem Titel/Link anzeigt.

Kleine Seiten haben es oft schwer bei Populärthemen

Bei populären Themen wie „Neues iPad erscheint morgen“ wird es für eine kleine Webseite ohnehin schwer sein, eine gute Position zu erreichen, weil bei solchen Populärthemen alle große Medien darüber berichten, und diese „großen“ Webseiten natürlich eine größere Chance haben eine gute Position zu erreichen, was mitunter schade ist, da kleinere Seiten oft interessantere Beiträge bieten, wie zum Beispiel persönliche Erfahrungen, „Ich habe in der Schlange vor dem Apple Laden gestanden“ ist einfach spannender wie „Viele Leute haben vor dem Apple Laden gestanden“, von einem Redakteur, der vielleicht gar nicht Vor-Ort war. Auch die Tatsache, dass ein Artikel nicht viele Backlinks hat, besagt eigentlich nichts über dessen inhaltliche Qualität.

Grundsätzlich halte ich es für begrüßenswert, wenn Algorithmen so überarbeitet werden, dass am Ende echte Inhalte höher bewertet werden, wie Artikel, die ihre gute Position nur durch Tricksereien erreichen. Dennoch, da letztlich Computerprogramme ohne wirkliche Intelligenz eine Bewertung vornehmen, kann es durchaus sein, dass auch bemühte Artikelverfasser vielleicht den einen oder anderen Artikel mal in schlechterer Position vorfinden, als dieser Artikel es eigentlich verdient hätte. Sicherlich keine böse Absicht der Suchmaschinenbetreiber, sondern eher Grenzen der Intelligenz die eine Software zur Bewertung hat.

Mehr Zeit für Artikel als für SEO

Es wird sich zeigen, welche Auswirkungen die Updates für die einzelnen Seiten und Blogs haben werden. Für denjenigen, dem es am Herzen liegt, bleibt als Empfehlung, einfach mehr Zeit und Herz in den Artikel zu investieren, wie in übertriebene Suchmaschinenoptimierung. Lieber drei Leser, die Interesse an dem Artikel finden, wie 10, die erfolgreich angelockt worden sind, aber nichts dann vorfinden, was für diese Leser von Interesse ist.

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