Die Geschichte des Mobiltelefons: Spannende Meilensteine und lustige Fakten

Wer sich ein wenig genauer mit der Entwicklung des Natel in der Schweiz auseinandersetzt, stößt unweigerlich auf viele verschiedene Meilensteine. Zum Ende der 1970er Jahre wurde das nationale Autotelefon in der Schweiz auf den Markt gebracht. Das Modell hatte mit den Smartphones von heute so gut wie nichts gemeinsam, erlaubte es den Menschen jedoch, von unterwegs aus zu telefonieren.

Im Laufe der Zeit hat sich viel getan. Mittlerweile gibt es zahlreiche Hersteller, die auf dem Markt Fuß gefasst haben und ihre Modelle nicht nur in der Schweiz, sondern auch international, vertreiben.

Dennoch erweist sich als interessant, sich ein wenig genauer mit der Geschichte des Mobiltelefons in der Schweiz, genauer gesagt mit dem Natel, auseinanderzusetzen. Denn: Gerade hier dauerte es nicht lange, bis viele Menschen das Potenzial erkannten, das mit dem mobilen Telefonieren verbunden war. Die folgenden Abschnitte laden zu einer kleinen Zeitreise ein und zeigen auf, welche Entwicklungen es brauchte, um das nationale Autotelefon zur Grundlage für ein besonderes Phänomen werden zu lassen.

Business Smartphone

© LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

Erstes mobiles Telefonieren nach dem Krieg

Noch bevor die Mobiltelefonie in der Öffentlichkeit genutzt wurde, gelang es der Autophon AG in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, Geräte, die eigentlich für den Polizeifunk genutzt wurden, zu mobilen Telefonen umzufunktionieren.

Besagte Gerätschaften waren selbstverständlich noch deutlich größer als es heute der Fall ist. Sie wurden im Kofferraum von Autos platziert und nutzten die Funktechnologie, die auch im Zusammenhang mit dem Autoradio eingesetzt wurde. Aufgrund dieser Überschneidung bezeichnete man das System als „Radiovox“.

Es dauerte nicht lange, bis sich ein Schweizer Transportunternehmen dazu entschloss, die entsprechende Technik dazu zu nutzen, um in Kontakt mit den Fahrern ihre Fahrzeuge zu bleiben. Von nun an reichte einen Telefonanruf aus, um beispielsweise Routen zu ändern oder aktuelle Daten zu übermitteln.

Auch, wenn sich die Technik mittlerweile deutlich verändert hat, wussten die Menschen schon früh diese Art von Flexibilität zu schätzen. Und auch diejenigen, die heute ein Natel reparieren lassen möchten, legen Wert auf schnelle Abläufe und kurze Wartezeiten. Wer möchte schon auf den Luxus verzichten, den er über all die Jahre schätzen gelernt hat?

Immer mehr Unternehmen zeigen Interesse an der Technik

Kurze Zeit später sprach sich herum, welche Vorteile eine kontinuierliche Erreichbarkeit bietet. Das Ergebnis: Immer mehr Unternehmen haben Interesse daran, auf diese Weise Kontakt zu ihren Mitarbeitern zu halten. Vor allem im Bereich der Industrie waren die entsprechenden Lösungen gefragt. Aber auch im Zusammenhang mit Taxiunternehmen wollte man nicht mehr auf sie verzichten.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es damals dennoch: Ein typisches Natel der 1950er Jahre war nicht dazu in der Lage, lange Strecken zu überbrücken. In der Regel brach der Kontakt ab, wenn eine Entfernung von 25 Kilometer zur nächsten Anlage überschritten wurde. Um eine bestmögliche Erreichbarkeit zu gewährleisten, entschloss man sich dazu, mehr Netze einzurichten.

Mobiltelefonie wird wirklich mobil: Die 1970er Jahre

Die Entwicklung des MobiltelefonsZum Ende der 1970er Jahre wurde das erste gesamtschweizerische Mobiltelefonsystem auf den Markt gebracht. Nun ging es darum, mit dem Mobiltelefon unter anderem nicht nur das Gewerbe, sondern auch die breite Masse anzusprechen. Die verschiedenen Modelle konnten jetzt auch in einem Koffer transportiert werden. Mit einem stolzen Eigengewicht von mehr als zehn Kilogramm gestaltete sich das Ganze jedoch deutlich komplizierter, als es heute der Fall ist.

Und auch die Preise unterschieden sich deutlich von den aktuellen Konditionen der Anbieter. So kostete ein Natel Modell nicht selten 10.000 Schweizer Franken oder mehr. Wer es nutzen wollte, musste zudem eine monatliche Grundgebühr in Höhe von etwa 150 Franken zahlen. Und auch das Telefonieren war teuer.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Natel zu einer Art Luxusgut. Wer sich ein mobiles Telefon leisten konnte, galt als reich. Das bedeutete jedoch nicht, dass sich die verantwortlichen Unternehmen über eine zu geringe Nachfrage hätten ärgern müssen. Zeitweise waren die Telefone sogar ausverkauft.

Spannenderweise war das Telefonieren mit den Geräten bei Weitem nicht so komfortabel, wie es heute der Fall ist. Wer zum Beispiel vorhatte, eine andere Person zu erreichen, musste häufig anderthalb bis zwei Minuten warten, um überhaupt eine Verbindung herstellen zu können. Danach war es möglich, über einen Zeitraum von drei Minuten zu sprechen. Nach dieser Zeitspanne wurde automatisch abgebrochen, um eine Überlastung des Netzes zu vermeiden.

Dementsprechend wurden die Geräte fast ausschließlich dazu genutzt, und kurze, wichtige Informationen zu übermitteln – wie es eben schon länger im gewerblichen Bereich der Fall war. Und selbstverständlich gab es, ebenso wie heute, Regionen, in denen es nicht oder nur sehr schwer möglich war, zu telefonieren. Funklöcher waren damals ebenfalls ein Thema, aber eben deutlich häufiger als in der Gegenwart.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch heute noch mobile Geräte gibt, die zweifelsohne als Luxusgüter angesehen werden können … beispielsweise dann, wenn sie von Vertu und Ferrari stammen.

Das erste Natel wird weiter ausgebaut

Irgendwann war die Forschung dazu in der Lage, das erste Natel immer weiter zu optimieren. Die Folge: Es kamen neue, optimierte Modelle auf den Markt, die es schafften, die Vorgänger vor allem mit Hinblick auf den gebotenen Komfortfaktor weiter zu übertreffen.

Dementsprechend wurde es auch immer leichter, sein Natel mitzuführen. Und auch in preislicher Hinsicht ergaben sich einige Änderungen. Aufgrund der Tatsache, dass die verschiedenen Geräte immer günstiger angeboten wurden, konnten sich immer mehr Menschen die Mobiltelefonie leisten.

Im Laufe der Zeit riefen verschiedene Unternehmen unterschiedliche Verträge ins Leben, die es ermöglichten, beispielsweise von günstigen Minutenpreisen und ähnlichem zu profitieren. In der Mitte der 1990er Jahre stellte es dann auch kein Problem mehr dar, nicht nur per Sprache, sondern auch mit Buchstaben zu kommunizieren. Wer es schaffte, sich auf 160 Zeichen zu beschränken, konnte von nun an Kurznachrichten verschicken und auf diese Weise häufig die Kosten für die immer noch teureren Telefonate sparen.

Der Siegeszug der Natel Telefonie – bis heute ungebrochen

Es ist noch nicht allzu lange her, dass die Anzahl der Mobilanschlüsse die Anzahl der Festnetzanschlüsse in der Schweiz übersteigen konnte. Was damals noch als unvorstellbar galt, ist heute Realität geworden: Es gibt mehr Mobilfunkverträge in der Schweiz als Einwohner. Wer sich heutzutage nicht regelmäßig mit dem Markt auseinandersetzt, zeigt sich hin und wieder überrascht davon, wie viele neue Modelle jedes Jahr aufs Neue herausgebracht werden.

Smartphone Kameras

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Aber wie haben sich die Begrifflichkeiten im Laufe der Zeit verändert? Immerhin handelt es sich bei den modernen Geräten um Smartphones, die unter anderem dazu in der Lage sind, Fotokameras und kleine Computer zu ersetzen und – je nach Modell – sogar manche Notebook-Features zu nutzen.

Möglicherweise ist es die Liebe zur Vergangenheit, die dazu geführt hat, dass der Begriff Natel über einen langen Zeitraum hinweg im Schweizer Raum sehr präsent war. Bis heute gibt es viele Menschen, die sich offensichtlich weigern, von einem Smartphone zu sprechen, wenn sie das Gerät, das sie in ihren Alltag integriert haben und oft auch zur Steuerung ihres Smart Home nutzen, auch „Natel“ nennen können.

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